Murdoch kauft internationale Liga-Rechte

Die Familie Murdoch wird für die Bundesliga immer wichtiger: Hierzulande ist Sky, das Mehrheitlich dem Medienmogul gehört, der wichtigste Geldgeber der Liga. Zudem übernimmt jetzt auch noch dessen TV-Unternehmen 21st Century Fox die internationale Vermarktung der höchsten deutschen Spielklasse. Was die US-Amerikaner dafür zahlen, dass sie ab der Saison 2015/16 die Partien der Bayern, von Schalke oder des BVB nach Nord- bzw. Lateinamerikas, in fast alle Länder Asiens und Italien, Belgien sowie den Niederlanden übertragen, ist nicht bekannt.

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Die Rechte umfassen demnach auch Märkte wie die USA, Brasilien, Indonesien, Japan und Thailand. Nicht enthalten sind allerdings Indien und der indische Subkontinent; in China dürfen die Rechte nur in englischer Sprache verwertet werden.

Für den DFL-Chef Christian Seifert unterstreichen die Abschlüsse, dass die Bundesliga mittlerweile ein Top-Medienrecht im internationalen Sport-Business sei. „Die Zusammenarbeit mit einem globalen Partner wie 21st Century Fox ermöglicht dem deutschen Profi-Fußball neue Chancen für die weltweite Wahrnehmung und künftiges Wachstum“.

Wie die Murdoch-Firma tatsächlich die Rechte nutzen will, ist bislang nur recht schwammig bekannt. So heißt es in einer ersten Mittelung beider Parteien, dass die Vereinbarungen vorsehen würden, die Spiele der Bundesliga auf den Top-Kanälen der 21 st Century Fox und auf weitern attraktiven Distributionsplattformen zu senden. Ziel sei es möglichst viele Zuschauer zu erreichen.

Immerhin verspricht James Murdoch, Deputy COO der TV-Company, dass man die Zusammenarbeit mit der DFL nutzen wolle, „um ein noch größeres
Publikum weltweit für die Bundesliga zu begeistern." Dagegen wird kaum ein deutscher Fan, noch ein Vereinsmanager etwas einzuwenden haben.

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