Apple: kommt der Angriff der Billig-Macs?

Nach mehr als einem Jahrzehnt der erst großen, dann stabilen Zuwächse kann sich Apples Mac-Sparte nicht länger dem langfristigen Abwärtstrend der Computerindustrie entziehen. Schon wieder dürfte Apple in einem Quartal weniger Macs als im Vorjahreszeitraum verkauft haben, rechnet der Marktforscher Gartner vor. Der Konter aus Cupertino könnte nun folgen: Im kommenden Jahr werde der wertvollste Konzern der Welt seine älteste Konzernsparte um deutlich günstigere Modelle erweitern, mutmaßt Tech-Analyst Ming-Chi Kuo.

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Nach mehr als einem Jahrzehnt der erst großen, dann stabilen Zuwächse kann sich Apples Macintosh-Sparte nicht länger dem langfristigen Abwärtstrend der Computerindustrie entziehen. Schon wieder dürfte Apple in einem Quartal weniger Macs als im Vorjahreszeitraum verkauft haben, rechnet der Marktforscher Gartner vor. Der Konter aus Cupertino könnte nun folgen: Im kommenden Jahr werde der wertvollste Konzern der Welt seine älteste Konzernsparte um deutlich günstigere Modelle erweitern, mutmaßt Tech-Analyst Ming-Chi Kuo.

Um immerhin 3,5 Prozent legte die schwächelnde PC-Industrie im abgelaufenen Quartal zu, rechnet der Marktforscher Gartner vor. Apples Macintosh-Sparte indes dürfte sich erneut rückläufig entwickelt haben: Nochmals um 2,3 Prozent ging es für den iKonzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wohl zuletzt nach unten.

Das Minus ist alarmierend, gilt der Dreimonatszeitraum von Juli bis September als "Back-to-School"-Season doch traditionell als Quartal, in dem die Verkäufe wieder anziehen. Bereits im Vorquartal lagen die Absätze um mehr sechs Prozent unter dem Vergleichzeitraum, während der Einbruch im Weihnachtsquartal wegen der späten Auslieferung des neuen iMacs sogar zweistellig ausfiel.  

iMac-Einstiegsmodell könnte günstiger werden

Keine Frage: Apple ist in seiner ältesten Produktsparte Opfer des eigenen Erfolgs geworden – immer mehr Käufer entscheiden sich statt eines Macs für ein iPad. Doch daran liegt es nicht nur: "Der Einstiegspreis liegt einfach zu hoch", folgert Gartner-Analyst Mikako Kitagawa.

Die Folge: Premiumpreis-Anbieter Apple könnte versucht sein, den Markt in absehbarer Zeit mit günstigeren Modellen aufzumischen. Das prognostiziert der Tech-Analyst Ming-Chi Kuo. So könnte Apple 2014 einen verbilligten iMac anbieten, glaubt der KGI Securities-Analyst. Bislang kostet der günstigste iMac-Modell immer noch 1299 Dollar. Mit einem kleineren Preis dürfte Apple seinen Absatz mit dem Einstiegs-Macs um 10 bis 20 Prozent steigern können, schätzt Ming-Chi Kuo.

12 Zoll großes MacBook mit Retina-Display erwartet

Auch in der MacBook-Serie könnte Apple an der Kostenschraube drehen, glaubt der zuletzt äußerst prognosesichere Techanalyst. Im zweiten oder dritten Quartal könne der Techpionier ein 12 Zoll großes MacBook mit Retina-Display anbieten, wird Ming-Chi Kuo im Apple-Blog 9to5Mac zitiert. Ob es sich dabei um eine Erweiterung der MacBookPro oder Air-Serie handelt, erscheint indes unklar.

So bemüht Apple sein dürfte, die Kult-Konzernsparte auch in der Neuzeit auf dem Wachstumspfad zu halten, so ist sie doch mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 10 Prozent inzwischen nicht mehr als ein Nebenschauplatz. Die Augen der Anleger richten sich dagegen weitaus gespannter auf die jüngste Konzernsäule, die schon in der kommenden Woche ihre Generalüberholung erhalten dürfte: Neue iPads werden auf einem Pressevent am 22. Oktober erwartet.

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