Öffentlich-Rechtliche: 80 Mio. mehr in Kasse

Das neue Finanzierungsmodell für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bringt ARD, ZDF und Deutschlandradio nach ersten Schätzungen 80 Millionen Euro Mehreinnahmen. Bei einem Einnahmenvolumen von knapp 8 Milliarden Euro im Jahr entspricht dies also etwa einem Prozent. Die Schätzung stammt von den Sendern selbst. Diese sprechen von einer "Stabilisierung" des Gebührenaufkommens, die auch Ziel der Reform gewesen sei.

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Im Vorfeld der Umstellung der Finanzierung zum Jahresanfang 2013 war über Mehreinnahmen in weit größerer Höhe spekuliert worden. Schließlich werden nun alle bundesdeutschen Haushalte zur Kasse gebeten. Derzeit werden pauschal 17,98 Euro im Monat pro Haushalt fällig – unabhängig von den tatsächlich im Haushalt genutzten Geräten. Die Möglichkeit, Rundfunk auch auf Tablets und Computern zu schauen, machte die Umstellung u.a. notwendig.
Kritik kam nicht nur von Seiten "normaler" Verbraucher, sondern auch von Unternehmen, etwa Sixt und Rossmann. Diese befürchteten eklatant höhere Gebührenzahlungen als nach dem alten Modell. Gegen die Finanzierungsreform wurden mehrfach Klagen eingereicht, bisher erfolglos. Die Einnahmen aus Gebühren für Unternehmen, Kirchen und Kommunen sollen nun laut Prognose aber eher zurückgehen.
Die erste Schätzung der Öffentlich-Rechtlichen steht noch auf wackligen Füßen, denn die Reform ist erst neun Monate her. Zuletzt waren die Einnahmen zurückgegangen, im Vergleich 2012 zu 2009 um 110 Millionen Euro.  

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