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Alibaba strebt an die Wall Street

In Hangzhou laufen seit Monaten die Vorbereitungen für den vielleicht größten Internet-Börsengang aller Zeiten. E-Commerce-Gigant Alibaba, dessen B2B-Tochter bereits auf einige Jahre an den Kapitalmärkten zurückblicken kann, strebt in den kommenden Monaten an die Börse. Das offenkundig nun jedoch nicht in Hongkong, sondern an der Wall Street. Auf diese Weise behält Gründer Jack Ma nach dem Vorbild Facebooks und Googles leichter die Kontrolle über sein Internet-Imperium.

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In Hangzhou laufen seit Monaten die Vorbereitungen für den vielleicht größten Internet-Börsengang aller Zeiten. E-Commerce-Gigant Alibaba, dessen B2B-Tochter bereits auf einige Jahre an den Kapitalmärkten zurückblicken kann, strebt in den kommenden Monaten an die Börse. Das offenkundig nun jedoch nicht in Hongkong, sondern an der Wall Street. Auf diese Weise behält Gründer Jack Ma nach dem Vorbild Facebooks und Googles leichter die Kontrolle über sein Internet-Imperium.

Der Börsengang des Jahres rückt näher – allerdings am anderen Ende der Welt. Wie Reuters berichtet, strebt der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba an die Börse – und zwar an die Wall Street! Ursprünglich sollte die IPO in Hongkong anvisiert werde, doch Alibaba stieß in der Heimat offenkundig  an regulatorische Grenzen.

An der Wall Street könne Konzerngründer Jack Ma seinen Einfluss besser wahren, heißt es. Alibaba könnte beim Wall Street-Listing nach dem Vorbild von Facebook vorgehen und zwei unterschiedliche Aktienklassen ausgeben: Die am Kapitalmarkt verkauften A-Aktien und B-Aktien, mit denen sich der Gründer Ma die Stimmenmehrheit sichert. Genauso waren Mark Zuckerberg und Larry Page / Sergey Brin verfahren.

Alibaba könnte Facebook nach Börsenwert überholen

Für die Internetbranche wäre ein baldiges Alibaba-IPO ein Paukenschlag. Nach Reuters-Berichten könnte das IPO ein Volumen von 15 Milliarden Dollar besitzen, das ist fast so viel wie Facebook im vergangenen Jahr erlöste. Der chinesische Handelsriese würde damit mit 120 Milliarden Dollar bewertet werden – das entspräche in etwa dem aktuellen Börsenwert von Facebook. Aus dem Stand könnte sich Alibaba damit als dritte Kraft hinter Google und Amazon etablieren.
 
Doch vielleicht ist das auch nur eine Zwischenstation. Tatsächlich ist Alibaba das Musterbeispiel dafür, wie sehr sich die Kräfteverhältnisse in der Internetwelt im vergangenen Jahrzehnt verschoben haben. Heute gibt es weltweit keinen größeren E-Commerce-Anbieter als das chinesische Internet-Unternehmen mit 35.000 Beschäftigten aus Hangzhou.

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Alibaba heute bereits weltgrößter E-Commerce-Anbieter

Alibaba ist das asiatische E-Commerce-Powerhouse schlechthin. Zum 1999 gegründeten Alibaba-Universum zählt neben der B2B-Plattform Alibaba.com die klassische Auktionsseite Taobao, die als Chinas Antwort auf eBay gilt, AliPay, das chinesische Synonym zum Bezahldienst PayPal, als auch das chinesische Portalgeschäft von Yahoo, das Ma gegen eine Minderheitsbeteiligung vom Internet-Pionier erworben hat.

Die Verflechtung mit den amerikanischen Online-Pionier macht den IPO nun auch für Yahoo hochinteressant. Zwischenzeitlich hielt Yahoo 40 Prozent an Alibaba, die es 2005 für eine Zahlung von einer Milliarde Dollar erwarb. Marissa Mayer reduzierte den Anteil im Herbst 2012 allerdings auf 24 Prozent, wofür das Internet-Portal rund 7 Milliarden Dollar erlöste.

Doch die Beteiligung wäre in Aktien inzwischen weitaus mehr wert: Wenn Alibaba tatsächlich zu 120 Milliarden Dollar an der Börse debütieren sollte, dürften in Sunnyvale die Champagner-Korken knallen. Die  Alibaba-Beteiligung wäre dann etwa 29 Milliarden Dollar wert – und damit fast so viel wie Yahoos aktueller Börsenwert.

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