Eine der ältesten Zeitungen nur noch digital

Nach 279 Jahren und rund 60,000 Ausgaben wird Lloyd´s List als eine der ältesten Zeitungen der Welt künftig nur noch digital erscheinen. Die Ausgaben ab dem 20. Dezember werden Schifffahrts-Interessierte also nur noch auf der Webseite konsumieren können. Die Neuorientierung der 1734 gestarteten Tageszeitung wird als weiterer Meilenstein des digitalen Wandels gesehen und richte sich nach den Bedürfnissen der Leser. Mitarbeiter sollen von der Umstrukturierung nicht betroffen sein.

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Lloyd´s List startete 1734 als Zeitung mit den wichtigsten Neuigkeiten, Analysen und Daten für die globale Marineindustrie. Damals wurden die News unter der Führung von Edward Lloyd an die Wand eines Coffee Shops geheftet. Die Entscheidung, ein rein digitales Produkt zu werden, fiel der Zeitung zufolge, um den Bedürfnissen der Nutzer nachzukommen. Demnach hätten 97 Prozent der Leser angegeben die Business-Informationen vorrangig online zu lesen. Lediglich 2 Prozent würden ausschließlich die Printversion konsumieren.
"Dieser Meilenstein zeigt unseren Willen, uns stetig neu zu erfinden und Inhalte zu produzieren, die sich den Bedürfnissen unserer Nutzer anpassen", so Herausgeber Richard Meade. Es sei zudem an der Zeit, mehr in die Technologie zu investieren, gleichzeitig aber an der rund 300-Jährigen Tradition von authentischen, glaubwürdigen Journalismus und professionellen Analysen zu festzuhalten.

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