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DJV bezichtigt Springer der Tarifflucht

Das Vorhaben den Axel Springer AG, neue Bild-Mitarbeiter nur noch in der nicht tarifgebundenen Bild KG einzustellen, stößt beim Deutschen Journalisten Verband auf Kritik. "Das ist der schleichende Versuch der Tarifumgehung, so der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Stattdessen sollten auch für die Bild-KG-Mitarbeiter Tarifverträge gelten.

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Hintergrund der DJV-Kritik ist, dass Axel Springer die Bild Digital GmbH & Co KG in eine Bild GmbH & Co KG umwandelt. Neue Bild-Mitarbeiter, egal ob Print oder Online, werden nur noch in der tariflosen KG angestellt. Dafür verbessert Springer die Leistungen der KG. Mitarbeiter, die dort beschäftigt sind erhalten künftig auch Zugang zu den Betriebskindergärten und bekommen kostenloses Essen in den Betriebsrestaurant, wofür AG-Angestellte zahlen müssen.

DJV-Chef Konken kritisiert: "Wenn neue Mitarbeiter nur noch bei der Bild KG ohne Tarifverträge eingestellt werden, führt Springer eine Zweiklassenredaktion bei Bild ein. Das ist nicht akzeptabel." Konken befürchtet zudem, dass die "Alt-Beschäftigten" nach und nach durch Änderungsverträge in die tariflose KG gedrängt werden könnten. Konken fordert Springer auf, die geltenden Tarifverträge auch auf die Bild KG anzuwenden.

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