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Walt Mossberg verlässt Wall Street Journal

Wie das Wall Street Journal vermeldet, konnte keine Einigung über die weitere Zusammenarbeit mit dem Blogableger AllThingsD erzielt werden. Das Journalisten-Team, zu dem u.a. der profilierte Technologie-Kolumnist Walt Mossberg und die gut informierte Reporterin Kara Swisher gehören, macht sich zum Jahresende selbstständig. Nach Informationen von Fortune Magazine befindet sich AllThingsD schon in Gesprächen mit Investoren. Dazu könnten der Kabelnetzbetreiber Comcast und zahlreiche Verlagshäuser gehören.

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Wie das Wall Street Journal vermeldet, konnte keine Einigung über die weitere Zusammenarbeit mit dem Blogableger AllThingsD erzielt werden. Das Journalisten-Team, zu dem u.a. der profilierte Technologie-Kolumnist Walt Mossberg und die gut informierte Reporterin Kara Swisher gehören, macht sich zum Jahresende selbstständig. Nach Informationen von Fortune Magazine befindet sich AllThingsD schon in Gesprächen mit Investoren. Dazu könnten der Kabelnetzbetreiber Comcast und zahlreiche Verlagshäuser gehören.

Der letzte große Auftritt ist gerade mal 24 Stunden her: Als „das beste Smartphone der Welt“ kürte Walt Mossberg gestern das neue iPhone 5s – es war die Erstkritik, die weltweit am meisten Gewicht hatte. Was der 66-jährige Starkolumnist über neue Technologiegeräte schreibt, gilt als Ritterschlag – oder folgenschwerer Verriss.

Mossbergs Einschätzungen sind so weitreichend, dass hochrangige Konzernchefs vor ihm zittern. „Unser Freund Walt Mossberg schreibt nicht mehr über gut über uns! Ihr solltet Euch alle schämen, was Ihr Apple angetan habt“, faltete etwa Steve Jobs seine Belegschaft, die 2008 am fehlerhaften Cloud-Service MobileMe gearbeitet hatte, gnadenlos zusammen – und feuerte den Teamleiter.

Enorme populäre Digitalkonferenz als Ursprung

Mossbergs Wort ist die Goldwaage der Technlogiebranche. Umso schwerer wiegt der Verlust seines Starkolumnisten für das Wall Street Journal – und das nach 40 Jahren der Zusammenarbeit! Doch nicht nur Mossberg verlässt das WSJ, sondern das ganze Team, das mit ihm zusammen am angesehenen Blog-Ableger AllThingsD arbeitete.

Das 2007 gegründete Technologieblog ging aus der vier Jahre zuvor gestarteten Digitalkonferenz All Things Digital hervor, auf der Branchengrößen mit Mossberg und der renommierten Techreporterin Kara Swisher diskutierten. Als Höhepunkt gilt das Zusammentreffen von Steve Jobs mit seinem langjährigen Rivalen Bill Gates 2007.

Investieren Comcast, Bloomberg, Condé Nast oder Jeff Bezos?

Vor allem durch exzellente Kontakte Kara Swishers gelang es AllThingsD immer wieder, Scoops über Übernahmen, Kündigungen und andere Breaking News zu landen. Entsprechend schwer wiegt der Verlust für den zu Rupert Murdoch gehörenden Dow Jones Verlag, der das Wall Street Journal herausgibt.

Wie das WSJ mitteilte, läuft der Vertrag über eine Zusammenarbeit zum Ende des Jahres aus. Wie Fortune Magazine berichtet, habe Mossberg die Investmentbank Code Advisors für die Suche nach einem potenziellen Investor engagiert. Fortune berichtet, dass sich AllThingsD mit dem Kabelnetzbetreiber Comcast in Finanzierungsgesprächen befindet. Auch zahlreiche Verlagshäuser wie Bloomberg, Condé Nast oder die Jeff Bezos gehörende Washington Post hätten Interesse gezeigt.

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