Lars Hinrichs stoppt Inkubator HackFwd

Zuletzt machte Xing-Gründer Lars Hinrichs vor allem als Baggerfahrer von sich reden, der mit den eigenen Händen mithilft ein – nur bedingt – beliebtes Immobilienprojekt im feinen Hamburger Pöseldorf voranzutreiben. Künftig wird er wohl noch mehr Zeit an der Abrissbirne verbringen können. Denn nach „drei Jahren, drei Monaten und drei Tagen“ schließt er seinen Inkubator HackFwd. Die Startup-Fabrik wird keinen neuen Gründerideen mehr helfen. Lediglich die bestehenden Companies wie YieldKit? und Infogr.am werden weiter betreut.

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Insgesamt butterte der Hamburger nach eigenen Angaben acht Millionen Euro in HackFwd. Das Geld sei aber mitnichten versenkt. Zumindest eine „gute Dividende“ sei auf jeden Fall drin. Ob es das Portfolio künftig schafft seinen Wert zu verdreifachen oder gar um das Vierfache zu steigern „wird erst die Zukunft zeigen.“ Allerdings sei alleine das Wissen kein Geld verloren zu haben ein gutes Resultat.

Insgesamt investierte Hinrichs mit seinem Inkubator in 16 Companies. Darunter das Affiliate-Tool YieldKit, das Mulitplayer-Game Starforce Delta oder das Infografik-Tool Infogr.am.

Gestartet war der Startup-Brutkasten als "Pre-Seed Investment Company". Bedeutete: HackFwd unterstützte Gründer noch vor der eigentlichen Gründung, ihre Ideen umzusetzen. Für finanzielle und beratende Unterstützung verlangt HackFwd dann einen 30-Prozent-Anteil an dem neuen Startup, wovon drei Prozent aber gleich wieder weitergereicht werden.

Tatsächlich hat der Hamburger, der alleine für den Verkauf fast aller seiner Xing-Anteile rund 48 Millionen Euro eingestrichen haben soll, nicht vor den gesamten Inkubator sofort niederzureißen. Die bestehenden Startups sollen weiter gehegt und gepflegt werden. Es werden nur keine neuen Ideen und Gründer mehr gefördert – vorerst. Jeder, der Hinrichs kennt, weiß, dass er ohne Gründen und Investieren wohl auch nicht kann.

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