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Apple: Eine iPhone-Keynote für China

Das gab es noch nie bei Apple: Nur einen Tag nach der iPhone-Keynote im heimischen Cupertino fliegt das Management ins Reich der Mitte. Dort wird in Peking am 11.9. das nächste Presse-Event stattfinden, chinesische Medien wurden gestern eingeladen. Die Einladung ist optisch identisch mit dem bunten Flyer, der auf das iPhone 5C hindeutet. Warum nun ein gesondertes China-Event? Beobachter sind sich einig: Apple könnte in Peking endlich die überfällige Kooperation mit China Mobile verkünden. Das Potenzial ist gigantisch.

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Das gab es noch nie bei Apple: Nur einen Tag nach der iPhone-Keynote im heimischen Cupertino fliegt das Management ins Reich der Mitte. Dort wird in Peking am 11.9. das nächste Presse-Event stattfinden, chinesische Medien wurden gestern eingeladen. Die Einladung ist optisch identisch mit dem bunten Flyer, der auf das iPhone 5C hindeutet. Warum nun ein gesondertes China-Event? Beobachter sind sich einig: Apple könnte in Peking endlich die überfällige Kooperation mit China Mobile verkünden. Das Potenzial ist gigantisch.

Von Tim Cook ist man Pragmatismus gewohnt. Es gibt dieses viel zitierte Beispiel, nach dem der damalige Apple-COO mit einem Manager in einer Konferenz über die Dringlichkeit eines Anliegens in China debattierte – und dann eine halbe Stunde später anmerkte: "Was machen Sie eigentlich noch hier?"

Die Frage dürfte sich am kommenden Dienstagvormittag nach überstandener Keynote auf dem Apple-Campus nicht mehr stellen: Die Flüge nach China sind bereits gebucht. Ganze 8 Stunden später dürften Apple-Manager schon wieder auf der Bühne stehen – diesmal im Word Trade Center in Peking. Indes: Selbst wenn Apples Top-Management die Reise nach China im Privatjet antritt, wäre der Termin um 10 Uhr morgens Pekinger Zeit für Cook & Co nicht zu halten.

Bereits zwei Treffen Tim Cook mit China Mobile dieses Jahr

Doch ganz gleich, wer in Peking auf der Bühne steht, Apples China-Keynote dürfte vor allem für Aktionäre noch spannender werden als das erwartete Produktfeuerwerk tags zuvor in Cupertino. Spätestens seit dem iPhone 3GS, das vor mehr als vier Jahren debütierte, brodeln die Spekulationen über einen Deal mit dem weltgrößten Mobilfunkanbieter der Welt.

Zweimal war Tim Cook dieses Jahr bereits zu Besuch im Reich der Mitte und ist dabei jeweils auch mit den Verantwortlichen von China Mobile zusammengetroffen. Das letzte Treffen ist gerade mal ein paar Wochen her. Wie China Mobile seinerzeit bestätigte, hat Apple-CEO Tim Cook mit seinem Amtskollegen Xi Guohua dabei eine nähere Zusammenarbeit erörtert.

iPhone-Vertrieb: Apple und China Mobile brauchen den Deal

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Mit dem äußerst wahrscheinlichen Launch des günstigen iPhone-Modells 5C scheint nun auch der lang erwartetete Megadeal unmittelbar bevorzustehen. Im zweiten Halbjahr rüstet der Mobilfunkgigant auf das weitaus schnellere 4G-Netz hoch, was einem Deal mit Apples iPhone den Weg eben dürfte.

Die asiatische Nummer eins auf dem Handymarkt dürfte an einem Vertrieb von iPhones dringend interessiert sein – während das Nutzerwachstum weiter anzieht, stagnieren die Gewinne, da China Mobile gegenüber den kleineren Konkurrenten China Unicom und China Telecom, die beide längst das iPhone vertreiben, bislang ein schwächeres 3G-Netz anbietet.

Analyst: Zusatzpotenzial von 39 Millionen iPhones in 2014

Apple benötigt den Deal mindestens ebenso dringend. Die jüngsten Quartalszahlen unterstrichen zuletzt in aller Deutlichkeit, dass Apple in China einen neuen Absatztreiber braucht. Tim Cook musste eingestehen, dass der Umsatz im asiatischen Riesenreich um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal eingebrochen ist – dabei galt China jahrelang als die Wachstumshoffnung.

Welch enorme Tragweite der Deal mit China Mobile besitzt, wird von Analysten immer wieder aufs Neue taxiert. Zuletzt hieß es, dass Apple durch einen Vertrieb über China Mobile jährlich bis zu 30 Millionen iPhones zusätzlich absetzen könnte.

Anfang der Woche äußerte sich Brian Marshall von ISI Group noch optimistischer: Allein 5 Millionen iPhones würden im vierten Quartal durch den China Mobile-Deal vertrieben werden – 2014 dann sogar 39 Millionen Apple-Smartphones.  Zum Vergleich: Im Juni-Quartal hatte Apple 31 Millionen Smartphones verkauft – weltweit. 

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