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Von wegen Totholz: Die Welt wird lebendig

Neue Dimension für die Welt: Springers Qualitätszeitung hübscht sich seit dem heutigen Freitag mit Augmented Reality-Elementen auf. Zum Start wagt die Redaktion das Gedankenspiel, wie die Welt in 20 Jahren, also im Jahr 2033, aussehen könnte. Wer das Ergebnis in seiner multimedialen Vielfalt erleben will, braucht allerdings neben einem Smartphone, einer stabilen Internet-Verbindung zusätzlich die App der Welt. Denn die Applikation ist künftig der Mittler zwischen Zeitung und ihrer digitalen Erweiterung.

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In ihrer heutigen Ausgabe will die Welt die Frage beantworten, „wie wir in 20 Jahren leben.  Was hoffen wir, wie werden wir regiert, ernährt, betankt und informiert?“ In der Redaktion scheint man fast schon berauscht bei diesen ganzen tollen Möglichkeiten, die es heute schon gibt. „Diese Ausgabe ist der Anfang einer neuen Zukunft für unsere Papierausgabe der Welt. Was früher nur in Science-Fiction-Filmen vorstellbar war, wird künftig Bestandteil unseres Alltags“, schreibt der stellvertretende Chefredakteur Ulf Poschardt . „Blickt man mit dem Smartphone auf die Zeitung, werden Bilder lebendig, gibt es Filme, Videos und dreidimensionale Infografiken.“

Der Poschardt-Kommentar deutete es bereits an. Anders als bei anderen, ähnlichen, Zeitungsprojekten zuvor soll der Einsatz der Augmented Reality beim Springer-Blatt kein einmaliges Projekt bleiben, sondern ein fester Bestandteil der normalen Ausgabe von Welt, Welt kompakt und Welt am Sonntag werden.

Die gesamte Freitagsausgabe ist diesmal mit den neuen multimedialen Elementen aufgerüstet. In einem Stück über das Humboldt-Forum verwandelt sich beim Scannen dessen Foto in ein 3-D-Modell des wiederaufgebauten Schlosses. Zwei Seiten später lässt die App Angela Merkel auf einen Foto um 20 Jahre altern. Besonders beeindruckend ist der Blick durch das Smartphone auf Grafiken. Diese scheinen auf einmal aus der Zeitung zu schießen.

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Auch die Werbekundschaft dürfte sich über die neuen Möglichkeiten des multimedialen Storytellings freuen. So erweckt die App die Anzeigen auf einmal zum Leben. Da wackeln in einer Auto-Kampange die Wagen und die Lufthansa zeigt in der gedruckten Anzeige einen Werbe-Clip.

Grundsätzlich stellt sich allerdings die Frage nach dem nachhaltigen Sinn von Augmented Reality in Tageszeitungen. Wenn die Leser sowieso ihr Smartphone in die Hand nehmen müssen und Seiten zu scannen, um dann zusätzliche Videos und Infografiken sehen zu können, dann könnten sie die Text auch gleich ganz auf dem Display lesen. Die zusätzlichen Features ließen sich dann auch wesentlich unkomplizierter bedienen.

Wir können uns fast sicher sein. Sollte es im Jahr 2033 noch gedruckte Zeitungen geben, haben sicherlich nicht die Augmented Reality Features ihr Aussterben verhindert. Unabhängig davon ist der Welt-Redaktion eine innovative und unterhaltsame Ausgabe gelungen, bei der das multimediale Lesen lohnt.

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