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Thomas Lindner wird FAZ-Geschäftsführer

Thomas Lindner, Ex-Verlagsgeschäftsführer von Gruner+Jahr, wird 2014 neuer Geschäftsführer der FAZ GmbH. Er tritt die Nachfolge von Tobias Trevisan an. Lindner hatte just seinen Rückzug vom Hamburger Baumwall angekündigt. Offenbar auch, weil es dort für ihn nicht voran gegangen war - G+J baut derzeit seine Struktur um. Neben Lindner wird Burkhard Petzold ebenfalls Geschäftsführer in Frankfurt - er wird Nachfolger von Roland Gerschermann.

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Tobias Trevisan wollte erklärtermaßen wieder mehr in seiner Heimat Schweiz arbeiten und hat darum vor einiger Zeit seinen Rückzug angekündigt. Mit Lindner bekommen die Frankfurter nun einen ausgewiesenen Magazin- und Anzeigenmann, der in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Gruner-Manager aufstieg. Zuletzt führte er die Verlagsgruppe Agenda (stern, Geo, Art), die Münchner Dependance (P.M., Neon), sowie den Entertainment Media Verlag. 

"Irgendwann will man mal wieder Zeit für andere Dinge haben", hatte Trevisan just in einem Interview mit dem Branchendienst persönlich.com gesagt. Was bei den Frankfurtern ansteht: Bezahlstrategie aufbauen (gemeinsam mit Digitalchef Mathias Müller von Blumencron, der im Oktober anfängt), Neugeschäfte wie Weiterbildungsakademie ausbauen, stärkere Verzahnung mit Schwestergesellschaft Frankfurter Societät herbeiführen. 2012 hatte die FAZ GmbH einen Verlust von 4,3 Millionen Euro ausgewiesen. Vor allem der schrumpfende Stellenmarkt macht dem Verlag zu schaffen. Die Frankfurter verfügen aber über eine Stiftung im Hintergrund über Rückstellungen in dreistelliger Millionenhöhe. Traditionell stark sind die fünf Herausgeber der FAZ, die bei allen wichtigen inhaltlichen Entscheidungen mitreden. 

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Eng zusammenarbeiten wird Lindner vermutlich mit seinem neuen Co-Geschäftsführer Burkhard Petzold. Der tritt die Nachfolge von Roland Gerschermann an, der in Ruhestand geht. Petzold wird sich um Finanzen und Verwaltung kümmern. Er bleibt neben Hans Homrighausen Chef der Mediengruppe Frankfurter Societät (u.a. Frankfurter Neue Presse, Frankfurter Rundschau). Auch diese Verschränkung deutet auf eine weitergehende gemeinsame Strategie der beiden Verlage an, die unter dem Dach der Fazit-Stiftung erscheinen. 

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