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„Ärzte ohne Grenzen“ lehnen SPD-Spende ab

Eigentlich sind Spenden immer ein Grund zur Dankbarkeit. Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" lehnt ein Spendenangebot von 300.000 Euro nun allerdings ab. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte das Geld in der ProSieben-Show "Absolute Mehrheit" gewonnen und wollte die Organisation und insbesondere Fachkräfte in Syrien mit der Summe unterstützen. In einer Mitteilung der "Ärzte ohne Grenzen" heißt es, man müsse die Spende leider aus Gründen der politischen Unabhängigkeit ablehnen.

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Wie in der Mitteilung verkündet wird, freue sich die Organisation zwar über die Spende, könne diese aber "aus Gründen der politischen Unabhängigkeit nicht annehmen." Es gehöre zu den Prinzipien von "Ärzte ohne Grenzen", kein Geld von politischen Akteuren oder Parteien anzunehmen – ungeachtet der Tatsache, dass man Spenden braucht.
Konkret heißt es: "Für Ärzte ohne Grenzen ist es äußerst wichtig, eine möglichst große Unabhängigkeit von allen politischen Akteuren zu wahren, die in Bezug auf die bewaffneten Konflikte, in denen wir tätig sind, in Entscheidungspositionen stehen. Um in Ländern wie Syrien oder Afghanistan arbeiten zu können, nehmen wir keine Spenden von politischen Akteuren oder Parteien an, um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten."
Da Peer Steinbrück das TV-Duell nach Ansicht der ProSieben-Zuschauer für sich entscheiden konnte, ging auch die Gewinnsumme von 300.000 Euro aus dem "Absolute Mehrheit"-Jackpot an den SPD-Kanzlerkandidaten. Dieser hatte am Montagabend angekündigt, die Summe der Syrien-Hilfe und damit den "Ärzten ohne Grenzen" zur Verfügung zu stellen.

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