Cover-Check: Der Spiegel hat einen Lauf

Während der neue Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner seinen Job antritt, hinterlassen ihm seine Übergangs-Vorgänger eine schöne Serie: Zum fünften Mal in Folge sprang das Magazin laut IVW über die Einzelverkaufsmarke von 300.000. Gelungen ist das in dieser Woche mit dem Titel "Natürlich künstlich - Billig, schnell, industriell: Unser Essen vom Fließband". Der stern erreichte eine Woche nach seinem Optiker-Erfolg einen soliden Wert, der Focus hingegen floppte total.

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314.419 Leute griffen am Kiosk, in Supermärten, etc. zum Spiegel 31/2013, das ist nicht nur der fünfte 300.000er-Wert in Folge, sondern auch der drittbeste des laufenden Jahres. Zwar ist das Magazin im Sommer tendenziell immer etwas erfolgreicher als in anderen Zeiten, doch die fünf 300.000er-Hefte lagen insgesamt auch über den entsprechenden Nummern des Vorjahres – in heutigen Zeiten ein Erfolg. Logischerweise lag Heft 31 auch über den Normalwerten der jüngeren Vergangenheit: Der 12-Monats-Durchschnitt des Magazins liegt derzeit bei 288.500, der 3-Monats-Durchschnitt bei 283.500.

Auch der stern landete unter dem Soll. Zwar wurde das Vorwochen-Ergebnis deutlich verfehlt, doch da gab es mit dem Titel "Die Tricks der Optiker" und 276.848 Einzelverkäufen aber auch den drittbesten Wert des laufenden Jahres. Für Heft 32/2013 meldet die IVW nun 249.742 Einzelverkäufe – ein ebenfalls überdurchschnittlicher Wert, denn der 3-Monats-Normalwert des sterns liegt derzeit bei 234.000. Der 12-Monats-Durchschnitt von 253.000 wurde zwar verfehlt, doch der wird noch einige Zeit vom 1-Euro-stern beeinflusst. Neben dem Titel "Der falsche Freund – Keine Rücksicht, keine Moral: Warum Amerika die Freiheit verrät" dürfte auch der zweite Teil der "stern Branchen-Check"-Serie mitverantwortlich für den ordentlichen Wert sein – diesmal ging es um Handytarife.

Miserabel lief es hingegen für den Focus. Eine Woche nachdem das Magazin endlich mal wieder sechsstellige Kioskzahlen verzeichnete, rutschte es mit gerade mal 67.298 Einzelverkäufen wieder meilenweit unter diese Marke – auf den drittschwächsten Wert des bisherigen Jahres 2013. Auch die 12-Monats- und 3-Monats-Durchschnitte von derzeit 97.000 und 83.000 wurden deutlich verfehlt. Verantwortlich für den Kiosk-Flop war das Titelthema "Schluss mit dem Lärm! Wie Sie sich wehren können – Warum Krach uns krank macht".

  

Sämtliche Heftauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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