Alle Infos zu den neuen iPhones 5C und 5S

Während die Konkurrenz weiterhin auf große Bildschirme setzt, will Apple neben schnellerer Hardware mit ungewöhnlichen Features punkten - und einem kleinen Preis: zumindest mit Blick auf das heiß diskutierte iPhone 5C, einer Art Billig-iPhone mit buntem Plastikgehäuse zum kleineren Preis. Am 20. September sollen die Geräte in den Regalen liegen. Was können sie? Und welches Gerät lohnt sich für wen? MEEDIA vergleicht die beiden Modelle auf Basis aktueller Berichte.

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Das Gehäuse
Über die Hüllen beider Geräte wurde in den vergangenen Wochen und Monaten wohl am meisten berichtet. Vor allem das iPhone 5S, der reguläre Nachfolger des iPhone 5, könnte mit zwei neuen Gehäusefarben punkten. Hieß es noch jüngst, dass ein Case in Gold-Optik wahrscheinlich ist, wurden entsprechende Berichte mittlerweile relativiert. Nun sieht es ganz danach aus, als ob eine weniger auffällige Farbe zum Einsatz kommt: Champagner.
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Kurze Zeit später tauchten zudem Hüllen des iPhone 5S in Graphit-Optik, ein aufgehellter Schwarzton, auf. Während das Champagner-Modell durchaus wahrscheinlich ist, merken einige Blogs an, dass bereits im Vorfeld des iPhone-5-Launch Hüllen in Graphit-Optik zu sehen waren. Es ist also gut möglich, dass es sich hierbei weiterhin um Prototypen für eine neue Gehäusefarbe handelt. Dagegen spricht, dass die Vorbohrungen für die einzelnen Komponenten im Graphit-Gehäuse identisch mit denen des neuen Champagner-Modells sind. Am Formfaktor des Geräts soll sich im Vergleich zum Vorgänger allerdings nichts ändern.

Ganz anders beim iPhone 5C. Das “C” steht angeblich für “Color”. Im Gespräch sind Gehäusefarben im Spektrum des iPod touch, also Rot, Gelb, Weiß, Blau und Grün. Der Formfaktor soll ebenfalls dem des MP3-Players ähneln: abgerundete Ecken auf der Rückseite und ein schmales Profil. Statt gebürstetem Aluminum soll allerdings Plastik zum Einsatz kommen. Das wäre allerdings keine Premiere für das iPhone – auch wenn die Techszene es teils das Plastik-iPhone nannte. Denn schon beim 3G- und 3GS-Modell setzte Apple auf Polycarbonat.
Die Technik
Hier darf sich Apple vermutlich wohl erneut anhören, nicht an der Innovationsschraube gedreht zu haben. Denn die Bilder von geleakten Gehäusen und Komponenten deutet zunächst daraufhin, dass sich wenig beim Bestseller getan hat. Ganz nach dem Motto “Never change a winning team” scheint Apple eher auf Evolution statt Design-Revolution aus. So sind beim iPhone 5S eine verbesserte Kamera mit Dual-LED-Blitz für mehr Helligkeit bei schlechten Lichtverhältnissen und ein schnellerer Chipsatz im Gespräch. Wie beim iPad soll auch das Apple-Smartphone künftig über bis zu 128 Gigabyte verfügen. Zu den Komponenten des iPhone 5C ist noch recht wenig bekannt. Einem Bericht zufolge arbeitet Apple an zwei Modellen – eines für den chinesischen Mobilfunkmarkt und eines für den Rest der Welt. Doch abseits von unterschiedlichen Netz-Kompatibilitäten ist weitgehend unklar, was Apple in dem wohl preiswerteren Smartphone verbaut.

Beim iPhone 5S hingegen könnte ein neues Bauteil für Aufsehen sorgen. Der Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities verweist laut Apple Insider auf AuthenTec. Apple erwarb die Firma, die sich auf Sicherheitssensorik spezialisiert hat, im Jahr 2012. Im Gegensatz zu anderen Technologie setzt Authentec nicht auf ein optisches System, sondern sendet Signale durch mehrere Hautschichten. Genau diese Technologie könnte nun im Home-Button des Smartphones zum Einsatz kommen. Weil das System auf eine Optik verzichtet, soll es weniger anfällig für Verschmutzungen sein.

Allerdings würde sich das Design des Home-Button dadurch ändern. Anstatt einer konkaven Form soll der Button konvex aus dem Gehäuse hervorragen. Um eventuelle Schäden zu minimieren, soll das Display mit einem ultraharten Saphirglas geschützt sein. Doch im Gegensatz zu vielen geleakten Fotos vom Gehäuse und einzelnen Buttons konnte bislang kein Blog Bilder von dem neuen Glas oder dem überarbeiteten Home-Button zu Tage fördern. Allerdings scheint Apple Berichten zufolge Probleme mit Lieferschwierigkeiten bei der komplizierten Komponente zu haben. Das würde nicht bedeuten, dass die Auslieferung des iPhone 5S verzögert. Hingegen ist es gut möglich, dass das Apple-Smartphone zum Start in eingeschränkter Stückzahl verfügbar sein könnte. Wer also ein Exemplar ergattern will, muss sich beeilen.
Der Preis
Beim iPhone 5S dürfte sich nur wenig am Preis ändern. Apple ist nicht dafür bekannt, die Preise bei einer neuen Geräte-Generation anzuziehen. Allerdings sind sich mehrere Quellen einig, dass das Billig-iPhone 5C gar nicht so billig sein dürfte. Dieser Überlegung liegt die einfache Tatsache zugrunde, dass sich die Analysten beim iPad mini auch ordentlich verschätzt hatten. Während diese in ihren Prognosen davon ausgingen, dass sich das Tablet an den marktüblichen Preisen für kleine Tablets orientiert, lag das Apple-Gerät beim Launch tatsächlich rund 80 Euro darüber. So gehen Analysten von J.P Morgan davon aus, dass das Billig-iPhone preislich eher zwischen 350 und 400 Dollar liegen dürfte anstatt der spekulierten 200 bis 300 Dollar.
Die Zielgruppe
Auch wenn Apple mit dem iPhone 5C kein Super-Schnäppchen liefern wird, zielt der Konzern mit dem bunten Gehäuse wohl auf eine jüngere Zielgruppe ab. Der diente der iPod touch bislang als ein guter Ersatz. Immerhin verfügte das Gerät beinahe über alle Features des iPhone – mit Ausnahme der Telefonie. Der geringere Preis, das robuste Material und die bunten Gehäuse dürften das iPhone 5C zu einem Verkaufsschlager für Jugendliche im Weihnachtsgeschäft machen. Mit dem iPhone 5S orientiert sich Apple stärker an einer kaufkräftigen Zielgruppe. Beim iPad brachte man bereits ein Tablet mit 128 Gigabyte zum Preis von rund 1000 Euro auf den Markt und lobte vor allem die Business-Features des Geräts. Beim iPhone wünschen sich Kunden schon länger mehr Speicher. Spannend bleibt, wie groß der Aufpreis für die Verdopplung des Speicherplatzes kosten wird.
Der Verkaufsstart
Laut dem gut informierten AllThingsD veranstaltet Apple am 10. September eine Keynote, auf der der Konzern seine neuen Produkte vorstellt. Neben den iPhones soll dann auch der offizielle Launch von iOS 7 bekanntgegeben werden. Berichte über Urlaubssperren bei Apple und Mobilfunkprovidern legen die Vermutung nahe, dass das iPhone 5S und das iPhone 5C wohl erst am 20. September in den Regalen liegen werden – und nicht direkt nach der Keynote. Typischerweise nutzt Apple das Wochenende, um neuen Geräte am Markt zu etablieren. Beim iPhone 5 wechselten im vergangenen Jahr schon in den ersten drei Tagen nach Verkaufsstart fünf Millionen Exemplare den Besitzer. Mit zwei Modellen im Angebot könnte Apple seinen eigenen Rekord nochmals übertrumpfen.

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