AfD distanziert sich von Journalisten-Pranger

Die Alternative für Deutschland erklärt sich zum Blog "Gewalt gegen die AfD": In einer knappen Pressemitteilung schreibt die Partei, dass man nicht die Seite betreibe und auch nicht wisse, wer dahinter stehe. Teil des Blogs ist ein Presse-Pranger, der Namen von Journalisten nennt, die kritisch über die AfD berichten.

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Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Die AfD und insbesondere der Parteivorstand wünschen einen fairen Wahlkampf ohne jede Gewalt. Es gilt, die Wähler mit der Kraft der besseren Argumente zu überzeugen. Kritiker und Gegner zu diffamieren oder gar öffentlich an den Pranger zu stellen, gehört aber sicher nicht dazu“. Besonders wichtig: „Die Partei distanziert klar und eindeutig von diesem Vorgehen.“
Der Online-Pranger unter "Gewalt gegen die AfD" soll laut Eigenbeschreibung Zitate und öffentliche Vorgehensweisen von Personen dokumentieren, "die geeignet sein könnten, die Gewalt gegen die Alternative für Deutschland zu begünstigen".
Auslöser für das Blog waren offenbar Attacken, wie auf den Parteichef Bernd Lucke in Bremen am vergangenen Wochenende. So heißt es in dem WordPress-Blog mit verschwörerischem Unterton, die "gewalttätigen Übergriffe" gegen die Alternative für Deutschland häuften sich. 
Das Blog will nun die "Vorfälle" sammeln und dokumentieren. Zu diesen Vorfällen zählen auch Beiträge von Journalisten, die sich mit der Partei und ihrem Personal beschäftigen. 
Die Ironie, dass gerade ein Journalisten-Pranger genau das beste Beispiel für den Verfall der politischen Kultur ist, der auf dem Blog gegeißelt wird, scheinen die Köpfe hinter der Seite nicht zu sehen. 

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