Sven Gösmann wird dpa-Chefredakteur

Sven Gösmann, bisher Chefredakteur der Rheinischen Post in Düsseldorf, soll neuer Chef der Deutschen Presse-Agentur (dpa) werden. Der Aufsichtsrat der Nachrichtenagentur hat die wichtige Personalie in einer Sitzung am Donnerstag durchgewunken. Gösmann wird Nachfolger von Wolfgang Büchner, der zum Spiegel geht. Gösmann ist seit 2005 Chef der großen Regionalzeitung. Für dpa ist die Besetzung enorm wichtig – der digitale Wandel der Agentur, den Büchner einleitete, soll er fortsetzen.

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Sven Gösmann arbeitete als Redakteur für die Braunschweiger Zeitung, die Berliner Morgenpost und die Welt. Er war Politikchef der Welt am Sonntag und stellvertretender Chefredakteur der Bild-Zeitung, zuständig für Politik und Wirtschaft. Nun rückt er – vorraussichtlich ab den 1. Januar – an die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur.

Die Rheinische Post unterhält gute Beziehungen zur dpa – wieder. Karl-Hans Arnold, Chef der Rheinisch-Bergischen Verlagsanstalt, zu der die Zeitung gehört, sitzt im Aufsichtsrat der Agentur. Seit 2012 ist die Zeitung auch wieder Vollabonnent der dpa-Dienste – in den Jahren davor war man, noch unter dem damaligen Chef Uli Reitz, im Vertrag beim Konkurrenten dapd.

Die dpa hat 187 Gesellschafter, vor allem Zeitungsverlage. Der Umsatz liegt bei rund 82 Millionen Euro. Laut dpa-Angaben hat die Agentur weltweit 1.000 journalistische Mitarbeiter.

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