PR-Rat rügt Wetten dass..?-Schleichwerbung

Die Vorwürfe sind schon ein bisschen älter aber nun rügt auch der Deutsche Rat für Public Relations Schleichwerbung in früheren Ausgaben der ZDF-Show “Wetten dass..?”. Die Gottschalk-Agentur Dolce Media sowie die Firmen Fressnapf und Fleurop hätten “versuchte bzw. vollendete Schleichwerbung” betrieben. Außerdem werden Daimler, Audi und Solarworld aufgefordert, künftig Medienkooperationen kritischer auf Schleichwerbung hin zu prüfen.

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Der Spiegel hatte im Februar über Verträge zwischen der Medienagentur Dolce Media, die von Thomas Gottschalks Bruder Christoph geführt wird, und diversen Unternehmen berichtet. In den Verträgen sei detailliert festgelegt gewesen, in welcher Form Produkte der jeweiligen Firmen in “Wetten dass..?” platziert und präsentiert werden. Als Reaktion auf die Berichte, hat ZDF-Intendant Thomas Bellut dem Fernsehrat ein Papier vorgelegt, laut dem werbliche Elemente bei “Wetten dass..?” massiv reduziert werden sollen. Auf Autos als Preise will man zum Beispiel komplett verzichten.

Der Deutsche Rat für Public Relations hat den Unternehmen Fleurop und Fressnapf nun explizit wegen Schleichwerbung bei „Wetten dass..?“ eine Rüge ausgesprochen. Daimler, Audi und Solarworld wurden angemahnt, künftig “kritischer zu prüfen, ob Medienkooperationen den Tatbestand der Schleichwerbung erfüllen”. Diese Mahnung sprach der Rat auch gegenüber der Agentur Dolce Media aus. Schleichwerbung verstößt gegen die Artikel 4 und 15 des PR-Kodex Code de Lisbonne sowie gegen die DRPR-Richtlinie zur Schleichwerbung.

Der Deutsche Rat für Public Relations ist ein Organ der freiwilligen Selbstkontrolle für Public Relations. Dem Trägerverein gehören die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) e.V., der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) e.V., die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) und die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung e.v. (de’ge’pol) an. Eine konkrete Folge haben die Rügen und Mahnungen des Rates für die betroffenen Firmen allerdings nicht.

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