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Rocket Internet steigt bei Zalando aus

Die Old-Economy entdeckt Zalando: Mit dem dänischen Modeunternehmer Anders Holch Povlsen (Jack & Jones, Vero Moda) investiert zum ersten Mal ein Branchenfremder in den Online-Fashion-Händler. Der 40-Jährige übernimmt zehn Prozent für einen möglichen Kaufpreis von rund 350 Millionen Euro. Im Zuge des Povlsen-Einstieges ordnen sich die Besitzverhältnisse neu. So steigt der Samwer-Inkubator Rocket Internet komplett aus. Über EFF bleiben die drei Brüder allerdings mit 18 Prozent an Zalando beteiligt.

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Povlsen, dessen Vermögen von Forbes auf 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, übernimmt Anteile mehreren Early-Stage-Gesellschafter wie dem European Founders Found (EFF), Holtzbrinck und Tengelmann. Allerdings steigt keiner dieser Geldgeber aus. Der 40-jährige Däne wird recht genau wissen, worauf er sich bei seinem Investment einlässt. Immerhin arbeitet er mit seinen Modemarken schon länger mit dem Web-Shop zusammen. "Anders Holch Povlsen hat die Entwicklung von Zalando sehr eng mitverfolgt und kennt unsere Stärken gut“, erklärt Zalando Gründer und Geschäftsführer David Schneider. „Einen so erfahrenen Modeunternehmer als Partner an unserer Seite zu haben, ist ein großer Gewinn für uns.“

Neben dem Einstieg von Povlsen, kommunizierte das Unternehmen allerdings auch einen Ausstieg. So gibt der Samwer-Inkubator Rocket Internet seine Anteile ab: “Der Zalando Gesellschafter Rocket Internet hat seine Anteile an dem Online-Händler an die eigenen Teilhaber Kinnevik, European Founders Found (EFF) und Access Industries übertragen. Damit hält Kinnevik nun 37 Prozent der Anteile an der Zalando GmbH direkt und ist somit auch offiziell größter Gesellschafter des Berliner E-Commerce  Unternehmens“, erklärte Rocket.

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Vor allen für den börsennotierten Kinnevik-Konzern war es offenbar wichtig, dass alle indirekten Beteiligungen aufgelöst werden. So sind die Samwers, Kinnevik und Holtzbrinck auch an Rocket beteiligt. Zuletzt hielt die Startup-Fabrik rund 35 Prozent an dem Unternehmen. Die neuen Besitzverhältnisse bei Zalando sehen nun folgt aus: Kinnevik hält 37 Prozent, der European Founders Found 18 Prozent, Anders Holch Povlsen 10 Prozent, DST Global 9 Prozent, Holtzbrinck Ventures 8 Prozent, Tengelmann Ventures 6 Prozent. Die restlichen zwölf Prozent verteilen sich auf mehrere Personen, wie unter anderen die Gründer.

Noch immer ist das Geschäftsmodell von Zalando umstritten. Knackpunkt im Konzept der Berliner ist die Retourenquote. Diese soll noch immer bei rund 50 Prozent liegen. Bei den Umsätzen können die Berliner allerdings eine echte Erfolgsgeschichte erzählen. So steigerte der Online-Shop für das erste Quartal 2013 seinen Nettoumsatz auf 372 Millionen  Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 74 Prozent.

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