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Hoeneß droht stern mit Verleumdungs-Klage

Schon bald beschäftigen sich die Gerichte wohl nicht mehr nur mit der Steuersache Hoeneß, sondern auch mit dem Fall Hoeneß gegen stern. Wie die Bild berichtet, soll der Fußball-Funktionär seinen Anwalt Michael Nesselhauf beauftragt haben, "gegen diesen Wahnsinn vorzugehen" und eine Verleumdungsklage gegen das Nachrichtenmagazin einzureichen. Anlass ist ein stern-Artikel, der von einem Informanten berichtet, der behauptet, dass Hoeneß weit mehr Geld versteckt haben soll, als bisher bekannt war.

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In Richtung des Magazins polterte der Ex-Manager nun via Bild und spricht von "absurden Unwahrheiten!". Weiter sagt er: "Je mehr man diese Dinge wiederholt, werden sie nicht wahrer. Ich habe mir vorgenommen, jetzt dagegen vorzugehen". In bestem Fußballsprech kündigt der Münchner an: "Ich werde mich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Ich gehe in die Offensive."

Der stern-Text bezieht sich auf einen "Hinweisgeber", der sich bei der Staatsanwaltschaft München gemeldet habe und behaupte, dass auf einem Hoeneß-Konto in der Schweiz "durchgehend Werte von addiert mindestens 500 Millionen Schweizer Franken (350 Millionen Euro) gelegen hätten". Bis dahin war immer nur 15 bis 20 Millionen Euro die Rede.
Der stern will sich zu den Vorwürfen nicht weiter äußern. Allerdings gab die Redaktion dem Münchner bereits Ende der vergangenen Woche die Möglichkeit sich zu den Vorwürfen zu äußern. Hoeneß verzichtete. Eine Stellungnahme des Hoeneß-Anwalts gegenüber MEEDIA steht noch aus.
Dem stern kommt in dieser Sache auch deshalb eine besondere Rolle zu, weil es offenbar eine Recherche der Hamburger war, die Hoeneß dermaßen aufschrecken ließ, dass er Selbstanzeige erstattete.

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Update (8. August, 22.30 Uhr):
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Hoeneß-Anwalt Nesselhauf sowohl von dem Autoren der stern-Geschichte, wie auch von der Vorstandsvorsitzenden von Gruner+Jahr, Julia Jäkel, Unterlassungserklärungen verlangt haben soll.

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