Omnicom und Publicis planen Megafusion

Die Nummer zwei und die Nummer drei der Werbebranche, Omnicom und Publicis, wollen in einem spektakulären ‚Merger of Equals’ zusammengehen. Das gaben die Branchenschwergewichte aus New York und Paris gestern bekannt. Mit einem Marktwert von 35 Milliarden Dollar entsteht der wertvollste Werbekonzern der Welt, der damit WPP ablöst – vorausgesetzt, der Zusammenschluss wird kartellrechtlich genehmigt. Die neue Publicis Omnicom Group soll ihren Hauptsitz in Amsterdam haben.

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Wie Omnicom und Publicis am Sonntag bekanntgaben, planen sie eine Fusion. Die beiden Werbenetzwerke, die jeweils mit rund 16 Milliarden Dollar an der New Yorker und Pariser Börse bewertet werden, würden zu gleichen Teilen in der fusionierten Gesellschaft aufgehen.

Die Publicis Omnicom Group käme auf einen Gesamtumsatz von satten 23 Milliarden Dollar und einen taxierten Börsenwert von 35 Milliarden Dollar. So renommierte Agenturen wie BBDO, TWBA, Leo Burnett und Saatchi & Saatchi würden damit künftig unter einem Dach arbeiten – Werbung, Marketing und PR aus einer Hand. Das fusionierte Unternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam (sowie den Zentralen New York und Paris) hätte insgesamt 130.000 Mitarbeiter.

Fusion kartellrechtlich bedenklich

Der Deal helfe den beiden Werberiesen, ihre Kräfte noch effektiver in den Schwellenländern auszuspielen, war aus Branchenkreisen zu hören. Ob der Deal am Ende aber tatsächlich durchgeht, hängt davon ab, ob die Wettbewerbs-Kontrolleure dem Zusammenschluss ihren Segen geben. Falls ja, würde die neue Gruppe den bisherigen Branchenführer WPP an der Spitze ablösen.

"Kartellrechtliche Bedenken könnten vor allem in den USA eine Rolle spielen, da auf das Gemeinschaftsunternehmen 40 Prozent der Werbegelder in der Fernsehindustrie entfallen", gab Analyst Brian Wieser gegenüber dem Wall Street Journal zu bedenken. An der Spitze von Publicis Omnicom Group sollen Maurice Levy und John Wren stehen.

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