Volos: Das fordern und bieten TV-Sender

Im zweiten Teil des Volo-Checks hat MEEDIA beim privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehen nachgefragt: Welche Ausbildung bieten sie ihren Volontären und welche Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen? Obwohl sich das Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von dem der Privaten in vielen Fällen unterscheidet: Die journalistischen Ausbildungen können qualitativ miteinander konkurrieren. Wer vom umfangreichen Angebot der Medienhäuser aber profitieren will, muss einigen Erwartungen gerecht werden.

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Der Norddeutsche Rundfunk stellt für das Volontariat insgesamt 99 Redaktionen zur Auswahl.
Ausbildung:
Beim NDR werden Volontäre über 24 Monate trimedial ausgebildet. Sie belegen für eine Dauer von insgesamt sechs Monaten Seminare zu allen medialen Formen und besuchen zwischen zwölf bis 14 von insgesamt 99 Redaktionen des Senders.
Stellen:
Insgesamt werden jährlich 18 Plätze ausgeschrieben. Nächster Ausbildungsstart ist der 1. August 2014. Bis spätestens 30. April 2014 sollten sich Interessierte beworben haben. Auf der Homepage des NDR kann man sich online bewerben.
Voraussetzungen:
Wer beim NDR als Volontär anheuern will, muss ein Hochschulstudium mitbringen und "umfangreiche" journalistische Erfahrungen anhand von Arbeitsproben nachweisen können. Der Lebenslauf eines Bewerbers darf nicht länger als 1,5 Seiten lang sein und sollte sich auf das Wichtigste beschränken. Besondere Bewerber glänzen mit einem abwechslungsreichen Lebenslauf und Erfahrung im journalistischen Bereich. Ebenso zeichnen sich Bewerber durch gute Kenntnisse über das aktuelle Geschehen sowie Aufgeschlossenheit und Kommunikationsfreudigkeit aus. Für den regionalen Sender ist ebenso regionales Wissen von Vorteil. Beim NDR seien außerdem ausdrücklich auch Schwerbehinderte sowie Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund willkommen.
Versprechen:
Der NDR verspricht seinen Volontären ein "enges Betreuungssystem durch die Volontärsausbildungsleitung und Ausbildungsbeauftragte in den Redaktionen." Dies gewährleiste, dass "die Volontärinnen und Volontäre sich entsprechend ihren besonderen Begabungen und passend zu den Bedarfen des NDR entwickeln können."
Verdienst und Zukunft:
Das Gehalt für angehende Journalisten ist gestaffelt von anfangs 1.474 Euro (brutto) bis 1.734 Euro (brutto) im letzten Jahr. Nach Ausbildungsabschluss bestehe für jeden Absolventen die Möglichkeit als freier Mitarbeiter für eine oder mehrere Redaktionen zu arbeiten. Die Mitarbeit wird in einem Rahmenvertrag geregelt. "Einige Volontäre gehen auch in eine Festanstellung."
Das legt der Norddeutsche Rundfunk seinen Bewerbern ans Herz: "Sehr genau die Ausschreibung lesen und die Vorraussetzungen erfüllen – Sie konkurrieren mit bis zu 1.000 Bewerbern pro Verfahren."
Der NDR bildet Volontäre in den Bereichen TV, Hörfunk und Online aus.

Der Westdeutsche Rundfunk ist die größte der neun öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, mit Hauptsitz in Köln.
Ausbildung: Der WDR bildet seine Volontäre im hauseigenen, multimedialen Programmvolontariat aus. Von den 18 Monaten Ausbildung verbringen die Programmvolontäre rund sechs Monate in "journalistisch handwerklichen" Trainingseinheiten mit internen und externen Dozenten, belegen Hintergrundseminare und treffen leitende WDR-Mitarbeiter zu Gesprächen. Die restlichen 12 Monate verbringen die Auszubildenden in Pflicht- und Wahlstationen in Radio-, TV- oder den Online-Redaktionen des WDR.
Zudem kooperiert die Rundfunkanstalt mit den journalistischen Fakultäten der Technischen Universtität Dortmund und der Uni Leipzig. Die Studenten der Hochschulen können den WDR für ihr Volontärpraktikum besuchen, wo sie drei Monate geschult und neun Monate praktisch ausgebildet werden.
Stellen: Pro Jahr rekrutiert der Westdeutsche Rundfunk zehn eigene Volontäre und zehn Volontärpraktikanten aus den Kooperations-Hochschulen. Das 18-monatige Programmvolontariat beginnt jeweils am 1. April eines jeden Jahres. Die Bewerbungsfristen enden immer im Januar des Vorjahres.
Voraussetzungen: Für die hauseigenen Volontäre sucht der Westdeutsche Rundfunk Bewerber mit abgeschlossenem Studium oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung sowie bereits ersten Erfahrungen im Journalismus. Der tabellarische Lebenslauf sollte Informationen über die Ausbildung, berufliche Tätigkeiten, Praktika, Engagement außerhalb der Hochschule, Hobbys und Interessen beinhalten. Besondere Bewerber zeichnen sich durch ein "breites Spektrum an Medienkompetenz auch im Netz" aus. Kreativität, soziales Engagement sowie künstlerische und/oder sportliche Aktivitäten und außergewöhnliche Interessen- bzw. Fachgebiete sind ebenfalls gern gesehene Attribute. "Wir erwarten eine hohe Motivation für den Beruf." Im "mehrstufigen" Auswahlverfahren werde zudem auf eine gute Allgemeinbildung, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit und zuletzt auch auf Authentizität der angehenden Journalisten geachtet.
Versprechen: Die Voraussetzungen, die der WDR an seine Bewerber stellt, sind umfangreich. Das gleiche allerdings gilt auch für das, was der Sender seinen Volontärinnen und Volontären verspricht. Die Auszubildenen können circa acht bis zehn Redaktionen im WDR auswählen, die sie während ihres Volontariats besuchen wollen, einschließlich des ARD-Studios in Brüssel und des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin. Volontären wird ein "gründliches Kennenlernen" des Senders versprochen sowie ein Treffen mit der Hörfunkdirektion und der Intendanz. "Zum Ende des Volontariats besteht für die Gruppe die Möglichkeit, ein aufwändiges (crossmediales) Abschlussprojekt zu realisieren. Die jüngste Gruppe der WDR-Programmvolontäre drehte beispielsweise einen Film über den Alltag ihrer Generation "JEIN – was uns nicht schlafen lässt."
Verdienst und Zukunft: Das Bruttogehalt der Volontäre des WDR liegt derzeit bei 1.666 Euro im ersten Jahr, und 1.763 Euro in den letzten sechs Monaten. Die Volontärpraktikanten von den Hochschulen werden mit "ca. 950 Euro" brutto vergütet. Wer beim WDR volontiert, hat gute Chancen auf Übernahme: "Die Übernahmequote liegt bei den Programmvolontärinnen und Programmvolontären im Schnitt deutlich über 80 Prozent. Einzelne entscheiden sich aus unterschiedlichen Motiven für eine freie Mitarbeit beim WDR." Die Hochschulabsolventen der Partner-Universitäten hätten ebenfalls gute Chancen auf eine Übernahme. Die meisten entschieden sich aber für eine freie Mitarbeit, so der Sender.
Das legt der WDR seinen Bewerbern ans Herz: "Im Bewerbungsverfahren und -gespräch sollte man die Fähigkeit zu kritischem Denken und zur Teamfähigkeit deutlich machen. Gehen Sie selbstbewusst in das Auswahlverfahren und vertrauen Sie Ihren Stärken." und: "Wichtig ist es auch Ausdauer bzw. Hartnäckigkeit – ebenfalls journalistische Tugenden – zu haben, und sollte bei der ersten Bewerbung zum WDR Programmvolontariat eine Absage kommen, gibt es im nächsten Jahr immer noch eine neue Chance."
Der WDR bildet Volontäre in den Bereichen TV, Hörfunk und Online aus.

Die Mediengruppe RTL in Köln bietet angehenden Journalisten unterschiedliche Möglichkeiten, den Weg in den Journalismus zu finden.
Ausbildung: Das redaktionelle Volontariat wird von mehreren Unternehmen der Mediengruppe angeboten. So kann ein Redaktionsvolontariat direkt beim Sender RTL Television oder in der Wirtschaftsredaktion des Nachrichtensenders n-tv absolviert werden. Und auch im Bereich des Online-Journalismus zeigt sich die Mediengruppe mit ihrer Tochter RTLinteractive gut aufgestellt. In Einzelfällen sind auch Volontariate in den Regional-Studios RTL Nord, RTL West oder RTL Hessen möglich. Je nach Art des Volontariats und nach Vorerfahrung der einzelnen Auszubildenden sind die Volontariate auf eine Dauer von 18 bis 24 Monaten ausgelegt.
Neben dem redaktionellen Angebot bietet die Mediengruppe auch die Möglichkeit der schulischen Ausbildung an der RTL Journalistenschule.
Stellen: Die Anzahl der redaktionellen Volontariate variiere nach eigenen Angaben entsprechend der Länge der vorherigen Volos. Derzeit beschäftige die Mediengruppe RTL rund 80 redaktionelle Volontäre. Einen festen Zeitpunkt, wann Ausbildungen starten und bis wann spätestens Bewerbungen eingeschickt werden müssen, gibt es also nicht. Von einer Initiativbewerbung rät die Mediengruppe allerdings ab und empfiehlt, die aktuellen Stellenausschreibungen im Blick zu behalten. Die Journalistenschule bietet alle zwei Jahre rund 30 Ausbildungsplätze an.
Voraussetzungen: In den meisten Fällen wird das Abitur in Verbindung mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium vorausgesetzt, "vorzugsweise im Bereich Journalistik, Medien-/ Kommunikationswissenschaften." Auch eine abgeschlossene Berufsausbildung qualifiziert einen Bewerber für die Ausbildung bei RTL. Erste praktische Erfahrungen in den Bereichen TV, Print oder Hörfunk sind wohl als selbstverständlich anzusehen.
Wer sich für die Journalistenschule entscheidet, muss nicht unbedingt ein Hochschulstudium vorweisen. Anders als in vergangenen Jahren genügen die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife und journalistische Vorerfahrungen.
Generell sollten sich die Bewerber im voraus mit der Mediengruppe RTL beschäftigt haben und sich im Klaren darüber sein, weshalb sie sich für das Volontariat interessieren, um das sie sich bewerben. Allgemeine Kenntnisse über die Medienbranche und aktuelle Entwicklungen sind wünschenswert. "Ein junger Journalist sollte Neugier mitbringen, den Dingen auf den Grund gehen zu wollen, ein gewisses Maß an Allgemeinbildung, um aktuelle Entwicklungen einordnen zu können und Spaß daran haben, mit Sprache und Bildern umzugehen. Als junger Fernsehjournalist sollte man zusätzlich keine Berührungsängste vor Kamera- oder Schnitttechnik haben."
Versprechen: Die Ausbildung in der Mediengruppe RTL sei fundiert und praxisnah organisiert. "Unsere Volontäre arbeiten in kreativen Teams, übernehmen Verantwortung und bringen ihr Wissen in eigene Projekte ein." Durch Stationen in anderen Abteilungen und Hospitanzen in anderen Unternehmen der Mediengruppe RTL lernten die angehenden Journalisten zudem die vielfältigen Tätigkeiten innerhalb eines großen Medienunternehmens kennen.
Verdienst und Zukunft: Je nach Art des Volontariats verdienen angehende Journalisten zwischen 1.400 und 1.700 Euro brutto im Monat.
Die RTL-Journalistenschüler bekommen Unterstützung in Form einer Lehrgangsbeihilfe von monatlich 800 Euro brutto, zuzüglich einer 13. Vergütung am Ende des Jahres). Als weitere Unterstützung besteht die Möglichkeit ein zinsloses Darlehen in Höhe von 500 Euro pro Monat aufzunehmen. Dieses muss ab dem ersten Arbeitsjahr nach Verlassen der Journalistenschule in Raten zurückgezahlt werden.  
Sollten die Absolventen nicht innerhalb der Mediengruppe übernommen werden, stünden die Aussichten für eine Stelle im Medienbereich, beispielsweise bei anderen privaten Sendern oder dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, gut, so die Mediengruppe.
Das legt die Mediengruppe RTL ihren Bewerbern ans Herz: "Seien Sie interessiert und informiert, begeisterungsfähig und neugierig, offen für Neues und natürlich."
Die Mediengruppe RTL bildet Volontäre in den Bereichen TV und Online aus.

Das ZDF in Mainz bildet vorzugsweise TV-Journalisten aus.
Ausbildung:
Die Ausbildung erfolgt in Form eines 18-monatigen, redaktionellen Volontariats. Die theoretische Ausbildung findet vorwiegend im Mainzer Sendezentrum des ZDF statt. Während der Ausbildung durchlaufen Programmvolontäre unterschiedliche Praxisphasen in verschiedenen Redaktionen. Auch Aufenthalte in Landes- und Redaktionsstudios sind möglich. In einer Grundphase lernen die angehenden Journalisten vor allem die Beitragsgestaltung, Recherche und Interviewführung. In der darauffolgenden Aufbauphase werden die Volontäre in den Videojournalismus eingeführt, lernen aber auch das "Arbeiten für das Netz", das Drehen von Reportagen und Dokumentationen, Sprechtraining und erlenen Kenntnisse im Medienrecht.
Stellen:
Die Ausschreibungen für Volontärsstellen erfolgen beim ZDF nicht jährlich, sondern bedarfsorientiert. In den vergangenen Jahren lag die Anzahl der Volontäre bei einer Größenordnung von acht bis zehn Auszubildenden. Einen Startzeitpunkt für die redaktionelle Lehre gibt es trotzdem. Wer zum ZDF geht, sollte sich ab April oder November eines jeden Jahres nichts mehr vornehmen. Bis spätestens sechs Monate vor Ausbildungsstart sollte die Bewerbung im Mainzer Postfach liegen.
Voraussetzungen: Bewerber sollten den Hochschulabschluss in der Tasche haben. Ebenfalls werde beim ZDF viel Wert auf redaktionelle Erfahrung „in Form von außerhochschulischen Aktivitäten“ besonders Wert gelegt. Aus der Masse herausstechen können jene, die genügend Praxiserfahrungen in Medien, inklusive Online-Erfahrungen vorweisen können und Interesse an tagesaktuellen Themen sowie medienpolitisches Grundverständnis mitbringen.
Versprechen: "Die Volontäre lernen das umfangreiche Portfolio eines modernen Medienunternehmens kennen und arbeiten praktisch in Redaktionen."
Verdienst und Zukunft: Die Volontäre des Zweiten Deutschen Fernsehens werden mit 2.184,64 Euro (brutto) im Monat vergütet. Die Übernahmen erfolgen, wie schon die Einstellungen, bedarfsorientiert. "Selbstverständlich richtete sich die Anzahl der ausgeschriebenen Plätze an einem künftigen Bedarf aus."
Das legt das ZDF seinen Bewerbern ans Herz: "Praktische Erfahrung ist wichtig. Und dies nicht nur im geschützten Hochschulumfeld, sondern ‚Felderfahrung‘. Wir legen besonderen Wert auf TV-Erfahrung."

Die Sender der ProsiebenSat.1-Gruppe bildet ebenfalls aus.
Ausbildung: Angehende Reporter werden über 24 Monate vor allem durch interne Schulungen aber auch mit einem "intensiven Schulungsprogramm" des Ausbildungspartners, der Electronic Media School in Potsdam, auf den Berufsalltag vorbereitet. Dort verbringen die Auszubildenden vier mal zweiwöchige Seminarblöcke. Die restliche Zeit, rund 14 Monate, besuchen sie die jeweiligen Spezialisierungsbereiche und absolvieren zusätzlich Hospitanzen in verschiedenen Unternehmensbereichen oder auch bei externen Partnern. Die Ausbildung sei darauf ausgelegt, dass Volontäre schnell eigene Verantwortung übernehmen können, so der Sender.
Stellen: Pro Jahr schreibt ProsiebenSat.1 rund 18-20 Stellen aus. Ausbildungsbeginn ist immer der 1. März oder der 1. September eines jeden Jahres, Bewerbungsschluss immer ca. 4 bis 5 Monate vor Start.
Voraussetzungen: Wer in der Sendergruppe durchstarten will, sollte das Studium oder eine Berufsausbildung absolviert haben. "Besonders wichtig sind uns auch Erfahrungen im redaktionellen Bereich durch Praktika." Die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen zieht ein Bewerber dann auf sich, wenn er formulieren kann, weshalb er ein Volontariat ausgerechnet in der Unternehmensgruppe absolvieren will. Fundierte praktische Erfahrungen mit „sehr guten“ Bewertungen in den Praktika.
Versprechen: Das Volontariat bei der Münchener Sendergruppe sei crossmedial angelegt. Die Auszubildenden erhalten Einblicke in die TV-Arbeit, in Online-Redaktionen sowie ins Themenfeld der Public Relations. Zudem werde ihnen die Gelegenheit geboten, ihre eigenen Ideen einzubringen und auch umzusetzen. ProsiebenSat.1 verspricht seinen Bewerbern eine "intensive Ausbildung mit viel Verantwortung und spannenden, abwechslungsreichen Aufgaben."
Verdienst und Zukunft:
Zum möglichen Verdienst will die Sendergruppe keine Angaben machen. Die Übernahmechancen liegen nach eigenen Angaben bei ca. 70 Prozent.
Das legt ProsiebenSat.1 seinen Bewerbern ans Herz: "Seien Sie Sie selbst und lernen Sie keine Strategien. Beschäftigen Sie sich mit der Organisation, dem Markt, dem Umfeld und den Herausforderungen des Unternehmens."

Wer Nachrichten- journalist werden will, ist bei einem Nachrichtensender gut aufgehoben.
Ausbildung: Der Nachrichtensender N24 bildet ausschließlich redaktionell aus. Das geht direkt in einer Redaktion des Senders oder aber bei der Produktionstochter MAZ&More. Die zweijährige praktische Ausbildung in den Redaktionen wird durch eine Ausbildung Video-Journalistenausbildung, ein "umfassendes" Reporter-Seminar, Fachkursen in Zusammenarbeit mit externen Ausbildungsträgern sowie durch interne Seminare in den Bereichen Technik, Produktion, Programmpräsentation und Moderation vertieft. "Darüber hinaus erhalten die Volontäre im Rahmen regelmäßiger Volontärstage ein umfangreiches journalistisches Know-How zu Themen wie Presserecht, Beitragsbau, Texten, Recherchen und Dokumentationen."
Stellen: Die N24 GmbH stellt in einem Turnus von zwei Jahren fünf Volontäre an; bei der Produktionstochter werden insgesamt drei Volontärsstellen ausgeschrieben. Ausbildungsstart ist immer der 1. November. Die nächste Ausbildungsrunde startet im kommenden Jahr. Wer beim Nachrichtensender anheuern will, sollte sich zwischen Januar und Ende April bewerben.
Voraussetzungen: Die Redaktionen setzen ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus. Für eine Stelle bei MAZ&MORE wäre es zumindest wünschenswert. Neben einem lückenlos ausgefüllten Lebenslauf erwarten die Verantwortlichen ebenfalls ein Anschreiben sowie komplette Zeugnisunterlagen. Besonders machen sich jene Bewerber, die bereits Erfahrungen im Medienbereich sammeln konnten, journalistische Kompetenz, Recherche-Freudigkeit und Urteilsfähigkeit mitbringen. Ebenso werde eine gute Allgemeinbildung und Interesse an gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Themen gerne gesehen. Beim TV-Sender N24 gilt außerdem: "Überdurchschnittliches Interesse am Medium Fernsehen." Die Produktionstochter erwartet darüber hinaus ein "ausgeprägtes Interesse an Boulevard-Themen im TV- und Printbereich."
Verdienst und Zukunft: Für das erste Ausbildungsjahr erhalten Volontäre eine Bruttovergütung von 1.580 Euro. Im zwieten jahr erhöht sich das Gehalt auf 1.885 Euro pro Monat. Beim privaten Sender ist die Übernahmequote von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens abhängig sowie dem Stellenbarf zum jeweiligen Zeitpunkt der Beendigung der Ausbildung.

RTL II bietet ebenfalls Volontariate an, spezialisiert allerdings auf die Bereiche Unterhaltung und Presse Kommunikation.
Ausbildung: Seine Volontäre schickt der Münchener Sender über 24 Monate in "journalistisch handwerkliche Trainingseinheiten" mit internen und externen Dozenten sowie in "diverse" Außenstationen, wie beispielsweise Redaktionen von Produktionsfirmen. Die restliche Zeit verbringen die Auszubildenen in verschiedenen Redaktionen des Senders, die vor allem die eigenen Formate (Genres: Doku Soaps, Fiction, u.a.) produzieren. Ebenfalls bietet sich die Gelegenheit journalistische Eindrücke in Köln zu sammeln, wo die RTL II News produziert werden und der Besuch der Presse- und Kommunikationsabteilung.
Stellen: Die Anzahl der Stellen variiert jedes Jahr und wird je nach Bedarf angepasst. Ein Blick auf die Stellenausschreibungen lohnt sich.
Voraussetzungen: Bewerber sollten bereits ein abgeschlossenes Studium in einem "relevanten Bereich" in der Tasche haben. Gemeint ist damit ein Abschluss in einem medienspezifischen Studiengang (Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medienökonomie, usw.). Zusätzlich sollten Bewerber erste Praktika in diesen relevanten Bereichen vorweisen können.
Versprechen: Der Sender verspricht selbstständiges Arbeiten mit viel Verantwortung sowie viele praktische Eindrücke durch die Einsätze in unterschiedlichen Unternehmensbereichen.
Verdienst und Zukunft: Volontäre bei RTL II erhalten im ersten Ausbildungsjahr 1600 Euro brutto. Im zweiten Jahr erhöht sich das Gehalt um 200 Euro.
Das legt RTL II seinen Bewerbern ans Herz: "Seien Sie neugierig, begeisterungsfähig, kreativ und offen für Neues. Sie sollten außerdem Wissen über den TV-Markt und seine Strukturen mitbringen und Interesse an neuen Medientrends haben."

Im ersten Teil des Volo-Checks hat MEEDIA bereits Verlage zu Print-Volontariaten gefragt – was diese bieten und fordern, lesen Sie hier. Ein weiteres Stück über die Chancen und Angebote für ein Volontariat bei Zeitschriften, finden Sie hier

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Alle Kommentare

  1. Guten Tag,
    also auch wenn der Artikel nicht mehr ganz „frisch“ ist, denke ich das sich die Voraussetzungen wahrscheinlich nicht geändert haben werden.
    Das ist genau der Punkt der mich etwas erbost.
    99% verlangen als Voraussetzung ein abgeschlossenes Studium und schon einige! Erfahrung im journalistischen Bereich bzw. im TV.
    Nur für genau diese Erfahrung und ersten Schritte sucht man doch ein Praktikum!
    Denn ich denke nicht, dass sie mit „journalistischen Erfahrungen“, Schülerzeitungen meinen.

    Da sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, schließlich sind Praktika ja eigentlich zum Erfahrungen sammeln.

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