Weka dampft PC-Redaktionen ein

Die Krise in der Computer-Presse hält an: Nachdem die Computer Bild die Redaktion im vergangenen Jahr in eine eigene GmbH ausgliederte und IDG in den USA die gedruckte PCWorld auf Online-Only umstellte, hat nun auch der Fachverlag Weka beschlossen, die Redaktionen seiner Magazine PCgo, PC Magazin, Internet Magazin sowie Business&IT einzudampfen. Ab sofort sollen die Redakteure die Aufgaben von Produktmanagern übernehmen und die inhaltliche Produktion der Titel durch externe Dienstleister steuern.

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Zu diesen Dienstleistern sollen sowohl "renommierte Blogger" als auch spezialisierte, freie Autoren gehören. "Damit wird die Qualität der PC-Titel aus dem Haus der Weka Media Publishing nachhaltig gestärkt und ausgebaut sowie eine größere Themenflexibilität für Trends, Innovationen und neue Publikationen ermöglicht", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.
 
Konkret bedeutet dies, dass das Management die interne Redaktion der vier Titel von aktuell vierzehn Mitarbeitern reduzieren und auf sechs Produktmanager umlegen will. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat sollen bereits laufen. Als Grund für den Redaktionsumbau gibt die Verlagsführung an, dem anhaltenden Wandel am Markt der PC- und IT-Publikationen Rechnung zu tragen. 

Am Freitag veröffentlichte die IVW die neuen Auflagenzahlen für das zweite Quartal. Die PC-Magazine gehörten – wie bereits in den Quartalen davor – zu den großen Verlierern. So kam die die PCgo auf einen durchschnittlichen Gesamtverkauf von 105.656 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 11,81 Prozent. In den vergangenen zwei Jahren gingen rund 21 Prozent der Auflage verloren. Das PC Magazin erreichte im zweiten Quartal noch einen Gesamtverkauf von 91.668 Exemplaren. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 135.609. Das ergibt ein Minus von 32,39 Prozent.

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