Instagram öffnet sich für andere Webseiten

Instagram erhöht den Druck auf den Konkurrenten Vine. Nur zwei Wochen, nachdem die Facebook-Tochter ein eigenes Video-Feature vorstellte, öffnet sich der Dienst dem World Wide Web. Seit Mittwochabend ist es möglich, Bilder und Videos von Nutzern auf anderen Webseiten zu integrieren. Dafür bietet die Facebook-Tochter nun eine Embed-Code an, wie es bei YouTube-Clips üblich ist. Das Feature dürfte Instagram zu neuer Popularität verhelfen. Die Twitter-Tochter Vine hat schon jetzt das Nachsehen.

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Wer auf ein Bild oder Video in seiner Instagram-Timeline im Desktop-Browsser stößt, bekommt künftig neben der Aufnahmen und den dazugehörigen Kommentare einen Embed-Button ausgeliefert. Klickt man auf diesen, generiert Instagram einen Embed-Code. Dieser lässt sich kopieren und auf einer beliebigen Webseite einbauen. Noch fehlt ein Embed-Dialog, über den sich Höhe und Breite der Aufnahme anpassen lassen. Bis dahin müssen Sie die Maße noch selbst für die eigenen Webseiten-Maße berechnen. Das Verhältnis ist dabei 1:1,16 (Breite zu Höhe).

Neuer Look im Browser: Instagram in der Desktop-Ansicht    

Um das Feature nutzen zu können, müssen Sie übrigens nicht bei Instagram registriert sein. Ist das Bild bzw. das Video eingebaut, sind auf der Webseite nicht nur die Aufnahme, sondern zusätzlich noch der Name des Urhebers sowie Links auf die Detailansicht in Instagram zu sehen. Klickt der Nutzer auf das eingebaute Foto, bekommt er zusätzlich Kommentare anderer Nutzer zu der Aufnahme geliefert. So könnten News-Portale künftig etwa Bilder und Videos von Stars oder Sportlern bei Groß-Events einbauen und Lesern damit einen anderen Blick auf das Geschehen liefern.

Aufwärtstrend bei Instagram (Quelle: Topsy.com via Wiwo.de)

Die Öffnung für andere Webseiten dürfte dem Dienst zu neuer Popularität verhelfen. Die braucht die Facebook-Tochter auch im Kampf gegen Vine. War der Kurzvideo-Dienst mit seinen Sechs-Sekunden-Clips noch unter großem medialen Interesse gestartet, scheint der anfängliche Hype um die Mini-Videos verfolgen. Vor wenigen Wochen zog Instagram nach und präsentierte ein Update für seine Mobil-Apps, mit dem Nutzer 15 Sekunden lange Clips drehen und mit den typischen optischen Filtern versehen können. Mit Erfolg: Ein Blick auf das Twitter-Analysetool Topsy zeigt, wie häufig Twitter-Nutzer den einen oder anderen Dienst erwähnt oder genutzt haben. Während Vine seit dem 15 Juni zunehmend an Reichweite verlor, konnte Instagram seit dem 20. Juni geringfügig zulegen.

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