So nutzen Sie Facebook für die Jobsuche

Über eine Milliarde Menschen sind auf Facebook aktiv. Und doch war das weltgrößte Social Network bislang recht uninteressant für Personaler und Recruiter. Zwar gab es bereits integrierte Jobbörsen und Apps, mit denen sich Jobsuchende auf Facebook vernetzen konnten. Doch einen Kontakt auf Basis von Interessen, Berufserfahrung und weiteren Merkmalen zu finden, das war über die alte Suche nahezu unmöglich. Mit der Social Graph Search ändert sich das schlagartig. Dafür sind Jobsuchende mehr als zuvor in der Pflicht.

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Für Kritiker ist die neue Facebook-Suche ein Privacy-Albtraum: Details zu Vorlieben, besuchten Orten oder Hobbies – alles öffentlich! Das muss nicht sein. Das Social Network bietet Möglichkeiten, sein Profil aus der Suche auszuschließen. Aber warum nicht den anderen Weg gehen und sich bestmöglich mit der Social Graph Search verknüpfen? Denn mit dem weltweiten Rollout bietet die vertikale Suche jede Menge neuer Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Lief diese Vernetzung bisher über die Empfehlung von Freunden und Freundesfreunden ab, können Nutzer andere Nutzer jetzt auf Basis passender Interessen und einer Vielzahl weiterer Kriterien aus dem Meer an potenziellen Kontakten herausfischen.
Weil das Tool nicht nur nach Namen und Seiten suchen kann, bietet die Social Graph Search viele Möglichkeiten für Recruiter. So ist es beispielsweise möglich, nach Kontakten zu suchen, die für ein bestimmtes Unternehmen gearbeitet haben, über die richtigen Interessen verfügen, das passende Studium absolviert haben und am richtigen Ort wohnen. Ein Beispiel gefällig? Sie suchen einen Journalisten aus Deutschland mit Insiderkenntnissen über den Nahen Osten? Dann suchen Sie nach "People from Germany who studied Journalism and live in Tel Aviv, Israel".

Momentan erfordert die Suche noch die Eingabe englischer Begriff wie “work for”, “studied at” und “like”, allerdings dürfte Graph Search bald auch in deutscher Sprache verfügbar sein. Darüber hinaus lassen sich die Ergebnisse noch weiter filtern, etwa nach der Position im Unternehmen, der Dauer der Anstellung und dem Standort des Unternehmens. Wonach Sie suchen können, haben wir in einem Übersichtsartikel zur Social Graph Search erklärt.
Damit hat die Suche für Personaler gleich mehrere Vorteile: sie können checken, ob sich eventuell Facebook-Nutzer mit fremden Federn schmücken und eine Anstellung im Unternehmen vortäuschen, haben aber zudem die Möglichkeit, zielgenau nach Personen zu suchen, die zu ihrem Unternehmen passen und die notwendige Berufserfahrung mitbringen.
Bislang funktioniert die Graph Search allerdings nur mit Benutzerkonten in englischer Sprache. Deswegen müssen Sie die Sprache in der rechten Spalte auf der Facebook-Startseite von “Deutsch” auf “English (US)” umstellen. Unter https://www.facebook.com/about/graphsearch‘>
Dann sind umso mehr auch Job-Interessenten in der Pflicht, ihr Facebook-Profil umfassend mit Informationen zur eigenen Person zu füllen. Denn nur wer Angaben zur Ausbildung, bestehenden und ehamaligen Arbeitgebern, Sprachkenntnissen und weiteren Interessen macht, kann über die Social Graph Search auch gefunden werden. Wie Sie das eigene Profil oder aber die eigene Facebook-Seite fit machen für die Super-Suche, haben wir in einem Stück zusammengefasst
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