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Goodbye, Google Reader! Hello, Feedly!

Am Montag hat Google eines seiner beliebtesten Web-Tools abgeschaltet: den RSS-Reader Google Reader. Zu gering sei das Nutzerinteresse gewesen, so die Begründung. Tatsächlich bildete der Google Reader mit seinen Community-Features so etwas wie ein Mini-Social-Network neben Facebook, Twitter und Co.. Nun ist damit Schluss. War vor einigen Wochen die Empörung noch groß, haben sich einige ehemalige Konkurrenten als würdige Nachfolger erwiesen. MEEDIA stellt fünf Alternativen vor.

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Feedly: Wer nicht auf das Look & Feel des Google Readers verzichten möchte, der dürfte sich recht schnell mit Feedly angefreundet haben. Seit Google das Aus für seinen Reader bekanntgab, konnte Feedly acht Millionen neue Nutzer gewinnen (Stand: 19. Juni). Der cloudbasierte Web-Dienst funktioniert auch auf iOS- und Android-Geräten und synchronisiert über die Geräte hinweg, welche Geschichten Sie schon gelesen haben. Auch wenn das Layout auf Smartphones und Tablets stark an Flipboard erinnert, weiß die Software zu gefallen.

Die Webansicht gibt zudem Aufschluss darüber, wie häufig ein Artikel in den Social Networks geteilt wurde. Von Vorteil ist, dass die Entwickler den Umzug vom Google Reader recht einfach gestaltet haben. Eine Anleitung dazu findet sich im Feedly-Blog. Über eine neugeschaffene "Feedly Cloud", die rund 25 Millionen RSS-Feeds zwischenspeichert, sollen Entwickler Tools per Programmierschnittstelle andocken können. Das funktioniert schon jetzt. Noch ist der Dienst kostenlos.

Netvibes: Nach wie vor hat der Dashboard-Reader eine große Fangemeinde. RSS-Feeds lassen sich entweder als Widgets einbinden oder in Listen wiedergeben. Der Nachteil: Netvibes lässt sich nicht so unkompliziert per Tastaturnavigation nutzen wie der Google Reader. Allerdings sorgt das Layout für einen schnellen Überblick.

Newsblur: Der in Deutschland weitgehend unbekannte Dienst versteht sich als Weiterentwicklung des Google-Readers. So können Nutzer hier Feeds und einzelne Artikel bzw. Videos mit anderen Nutzern teilen. Wie Feedly lässt sich das Tool auch über ein Web-Interface sowie auf Android- und iOS-Geräten nutzen. Bis zu 64 Seiten lassen sich kostenlos abonnieren. Wer unbegrenzt viele RSS-Feeds einbinden will, zahlt einen Dollar pro Monat.

The Old Reader: “Zurück zu den Ursprüngen”, das verspricht das RSS-Tool The Old Reader. Wer die Version des Google Reader vor dem Relaunch Ende 2011 mochte, sollte das kostenlose Tool einmal ausprobieren. Schließlich lassen sich die Einstellungen aus dem Google-Dienst problemlos importieren. Auch die Tastennavigation funktioniert problemlos. Im Gegensatz zu Feedly verfügt der Old Reader über eine Suchfunktion. Allerdings beklagen einige Nutzer, dass The Old Reader noch mitunter mit Serverproblemen zu kämpfen hat. Das dürfte nicht zuletzt auch an der gewachsenen Popularität liegen.

Fever: Auch hierbei handelt es sich um einen typischen RSS-Reader. Allerdings liefert der Dienst zusätzlich News nach “Hotness” aus. Was besonders häufig im Web geteilt und diskutiert wird, rankt Fever automatisch hoch. Allerdings lohnt sich das Tool momentan nur für Entwickler. Denn im Gegensatz zu den cloudbasierten Lösungen muss Fever auf einem eigenen Webserver installiert sein. Dafür werden einmalig 30 Euro fällig.

Wer seine RSS-Feeds lieber auf dem Smartphone oder Tablet liest und dabei auf eine magazinige Optik Wert legt, dem seien noch die kostenlosen Apps “Flipboard” und “Zite” empfohlen. Beide lassen den Nutzer Feeds bzw. Web-Magazine zu zuvor ausgewählten Themen zusammenstellen. Flipboard bietet zudem die Möglichkeit, News und Einträge unter anderem aus Twitter, Facebook, Google+ und dem Google Reader zu integrieren. Wer mehr Power-Features benötigt, dem sei "Mr. Reader" ans Herz gelegt. Die 3,59 Euro teure iPad-App ermöglicht das Teilen von Links, Wörtern und Textpassagen aus dem Reader in viele andere iOS-Apps. Die Anwendung unterstützt nach dem Aus des Google Readers nun auch Feedly.

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