Müller v. Blumencron wird FAZ-Digitalchef

Der im April geschasste Ex-Spiegel-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron hat einen neuen Medienjob. Vom 1. Oktober an arbeitet er als Chefredakteur Digitale Medien für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Blumencron verantwortet dann alle digitalen Angebote der FAZ, also auch die Apps der FAZ und der Sonntagszeitung FAS. Die FAZ habe “all das, wonach sich der Leser im deutschsprachigen Internet sehnt“, so Blumencron.

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„Die FAZ hat ein riesiges Potenzial in der digitalen Welt: Sie ist überaus klug, meinungsstark, originell, kreativ”, so der ehemalige Spiegel-Chefredakteur über seinen neuen Arbeitgeber. Dieses Potential auch digital zu heben, sei eine der “reizvollsten Aufgaben im deutschen Journalismus.“ FAZ-Herausgeber Berthold Kohler begrüßte den neuen Chefredakteur mit den Worten: „Wir freuen uns sehr, mit Mathias Müller von Blumencron einen renommierten Journalisten und sehr erfahrenen Online-Kenner für unser Haus gewonnen zu haben, der unser Verständnis von Qualitätsjournalismus teilt.“

Die FAZ wolle künftig “sehr viel stärker in der digitalen Welt präsent sein und unser großes publizistisches Angebot  auf allen Plattformen sichtbar machen”, so Kohler. Für diese Aufgabe könne man sich “keinen Besseren vorstellen als Herrn Müller von Blumencron.“ Bereits kurz nach Blumencrons unfreiwilligem Abgang beim Spiegel gab es Gerüchte, er könne als nächstes bei den Frankfurter „klugen Köpfen“ andocken.

Müller von Blumencron wurde gemeinsam mit seinem Spiegel-Co-Chef Georg Mascolo abberufen, weil beide sich nicht auf eine Digital-Strategie für das Nachrichtenmagazin einigen konnten.

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