Bully Herbig dreht Sitcom für ProSieben

Michael "Bully" Herbig dreht für ProSieben an der ersten eigenproduzierten Sitcom des Senders. "Bully spielt Bully", sagt ProSieben-Chef Wolfgang Link im Interview mit der FAZ. Erinnert also an "Curb your Enthusiasm" aus den USA oder "Pastewka" von Schwestersender Sat.1. Ausstrahlung: im Winter. Eine eigene Sendung bekommt Olli Schulz, Simon Gosejohann kapert für "Antisocial Network" Facebook-Profile von Zuschauern.

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"Sehr klar positioniert" sei ProSieben, findet Geschäftsführer Wolfgang Link im FAZ-Interview. "Andere Sender müssen sich erst wieder neu erfinden". Die Kritik am Programm – statt Trendsetter sei ProSieben nur noch Kopist, es gibt zu viele US-Sitcom-Wiederholungen und zu wenig Eigenproduktionen – zieht sich Link wenig überraschend nicht an. Als Beispiele für neue Shows nennt er etwa "Got to Dance", "Catch the Millionaire", "Fashion Hero", "Circus Halligalli" und "Absolute Mehrheit". Für Joko und Klass werde eine neie "Eventshow" entwickelt, die in der ersten Jahreshälfte 2014 laufen soll.
Entertainer Olli Schulz, bisher im "Circus Halligalli" aktiv, bringe "intelligenten Wahnsinn" mit. Mit Schulz wolle man künftig mehr zusammenarbeiten. Die Bully-Sitcom wiederum orientiere sich an amerikanischen Vorbildern: "Es kann doch nicht sein, dass die Amerikaner es schaffen, solche Erfolge zu produzieren, und wir nicht", rätselt Link. Auch darum setzt der Sender vermutlich so stark auf US-Serien – weil die es besser hinbekommen. Dennoch: "Wir unterscheiden nicht in Eigenproduktionen und Nicht-Eigenproduktionen", sagt Link. "Wir achten darauf, was unsere Zuschauer sehen wollen." Dazu gehörten eben auch zahlreiche Wiederholungen von Sitcoms wie "How I Met Your Mother", "Two and a Half Men" und "Big Bang Theory".
Zur neuen "Relevanzzielgruppe" 14-39 sagt Link, dass sich die Arbeit durch die Umstellung der Ausweisung nicht ändere. Schon jetzt habe man diese Zielgruppe im Auge. Ältere Zuschauer soll der neue Kanal Pro Sieben Maxx abholen, der im Herbst startet. Die klassische Zielgruppe 14-49 werde weiter ausgewiesen.

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