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Zehn Chefredakteure, denen Sie folgen sollten

...und zehn, die wir gerne bei Twitter sehen würden. Deutsche Journalisten gelten als ausgewiesene Twitter-Muffel. Dabei dürfte – vor allem für Nachrichten-Junkies – kein Weg an dem 140-Zeichen-Dienst vorbeigehen. Trotzdem teilt sich die Presselandschaft hierzulande in zwei Lager. Die einen nutzen sehr aktiv die Möglichkeiten der US-Plattform und die anderen ignorieren sie mit ähnlich großem Engagement. MEEDIA verrät, bei welchen Blatt- und Online-Machern das Folgen lohnt und wen wir uns dringend auf Twitter wünschen.

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Diesen zehn Chefredakteuren sollten Sie folgen:
Kai Diekmann (KaiDiekmann)
Erst seit rund einem Jahr so richtig dabei und schon der gefühlte Chef unter den zwitschernden Blattmachern. Die Monate im Silicon Valley haben dem Boulevard-Profi das twittern gelehrt. Ob Medienjournalist oder Nachrichten-Mann: In Deutschland kommt eigentlich kein Medienmacher an den Tipps, Hinweisen und teilweise übergeigten 140-Zeichen-Ergüssen des Bild-Bosses vorbei.
Wolfgang Büchner (WBüchner)
Es ist schon komisch: Kein Chefredakteur eines deutschen Nachrichtenmagazins ist bei Twitter. Offenbar meinen Dominik Wichmann, Jörg Quoos & Co., auf diese wichtige Zusatzquelle verzichten zu können. Immerhin bekommt der Spiegel mit Wolfgang Büchner jetzt einen überzeugten und langjährigen Nutzer der Microblogging-Plattform. Es wird spannend sein zu beobachten, was der Chefredakteur des – noch immer – einflussreichsten deutschen Nachrichtenmagazins von sich, seiner Redaktion und seiner Arbeit preisgeben wird.
Roland Tichy (RolandTichy)
Was verrät das Twitter-Profil über den Wiwo-Boss Roland Tichy? Er fährt ständig Bahn, ist ständig von der Bahn genervt. Er ist meinungsstark, streitet sich gerne und gibt sich redlich Mühe, seine Follower nicht zu langweilen. Im Newsstream eines jeden Journalisten sollte der Chefredakteur der Wirtschaftswoche und seine Sicht auf Unternehmen, Politik und die anderen Kleinigkeiten des Lebens nicht fehlen.
Frank Schirrmacher (fr_schirrmacher)
Man kann dem FAZ-Herausgeber viel vorwerfen. Aber nicht, dass er sich nicht für die Zukunft interessiert und nicht bereit sei, Neues auszuprobieren. Seit ein paar Wochen herrscht in seinem Twitter-Profil allerdings Funkstille. Davor wies er jedoch immer wieder auf Lesenswertes hin. Sollte Schirrmacher wieder aktiver zwitschern, lohnt das Folgen.

Jan-Eric Peters (jep_)
Aus dem Herzen einer Tageszeitung: Der Welt-Macher war schon ein begeisterter 140-Zeichen-Tipper, als er sich noch um die Axel Springer Akademie kümmerte. Via Twitter und Facebook gibt Peters immer wieder Einblicke in seine Überlegungen und interessante Entscheidungen der Welt-Chefredaktion. Überhaupt ist Die Welt sehr Twitter-aktiv. Neben Peters lohnt es genauso, Welt-Kompakt-Macher Frank Schmiechen oder dem General Manager Welt Online, Romanus Otte, zu folgen.

Jochen Wegner (jochenjochen)
Anders als bei seinen Print-Kollegen wird es heute von einem Online-Chef fast schon erwartet, auch bei Twitter aktiv sein. Wegner tippte schon Kurznachrichten in sein Handy, als die mobilen Datentarife noch unerschwinglich schienen. Im Deutschen Twitter-Web gehört der neue Zeit-Online-Chef zu unverzichtbaren Quellen. Allerdings lohnt es auch noch immer, seinem Vorgänger Wolfgang Blau (jetzt beim Guardian) zu folgen.

Stefan Plöchinger (Ploechinger)
Der SZ-Online-Chef gehört zu der Generation von Journalisten, für die Twitter einfach ein natürlicher und aktiver Teil ihres Jobs ist. Das Folgen lohnt allein schon, um stets den Überblick über die aktuellen und innovativen Datenprojekte zu behalten, an denen der Münchner gerade schraubt.

Christian Lindner (RZChefredakteur)
Die Selbstbeschreibung sagt schon alles. Unter @RZChefredakteur schreibt der „Chefredakteur der Rhein-Zeitung. Das ist das twitterfreudige Leitmedium in der Region Mittelrhein“. Vorbildlich, wie Lindner die Möglichkeiten von Twitter im Lokal- und Regionaljournalismus nutzt.

Peter Klöppel (kloeppelpeter)
Bei RTL ist er der Mister Nachrichten. Seine Präsenz beschränkt sich allerdings nicht mehr auf das Fernsehen. Auch bei Twitter ist Klöppel aktiv. Viele seiner öffentlich-rechtlichen Kollegen können sich hier eine Scheibe abschneiden.

Ines Pohl (inespohl)
Der Geheimtipp unter dem zwitschernden Chefredakteuren. Fast täglich verweist die taz-Macherin auf interessante Storys. Ihr Ego und ihre Meinung hält die Blattmacherin allerdings meist im Hintergrund. Ihre Wortmeldungen sind fast überwiegend Link-Tipps.

Und diese zehn würden wir gerne bei Twitter sehen:

Giovanni di Lorenzo
Er ist ein erfolgreicher TV-Talker und führt Die Zeit zu immer neuen Auflagen-Rekorden. Es gibt in Deutschland wohl kaum einen Medienmacher, über dessen Alltag und Überlegungen die Leser gerne mehr wissen würden. Für Giovanni di Lorenzo wäre Twitter zudem eine prima Möglichkeit die Leser-/Blattbindung zu stärken. 

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Dominik Wichmann
Kann man ein Nachrichtenmagazin heute noch modernisieren, ohne sich aktiv mit Twitter auseinander zu setzen? Es wäre zumindest spannend, wenn der Blattmacher via Zwitscher-Funk ein paar Einblicke in den Entstehungsprozess des sterns gewähren würde oder zumindest auf spannende Online-Storys verweisen würde.

Steffen Klusmann
Der zweite stern-Mann in dieser Liste. In der Position eines Stellvertretenden Chefredakteurs soll sich der ehemalige FTD-Macher um die digitalen Angebote des Nachrichtenmagazins kümmern. Diese Job-Beschreibung fordert geradezu ein aktives 140-Zeichen-Dasein. Zumindest unter seinem Klarnamen sucht man Klusmann bei Twitter noch vergeblich.

Jörg Quoos
Für den Focus-Macher gilt im Grunde dasselbe, wie für Wichmann. Immerhin hat der Focus mit dem Netzökonom Holger Schmidt so etwas wie einen Social-Media-Außenminister. Trotzdem dürften die Printler, für eine Redaktion des Medienhauses, das mit dem DLD so viel Online-Aufbauarbeit leistete, viel aktiver sein.

Patricia Riekel
Sie ist auf allen wichtigen Partys dieser Republik und mit allen Stars auf Du und Du. Im Gegensatz zu fast allen Personen, über die die Bunte berichtet, ist die Chefin selbst noch nicht bei Twitter aktiv. Gerade People-Journalismus, wenn er denn mit spitzer Feder formuliert ist, dürfte wie geschaffen für den Microblogging-Dienst sein. Möglicherweise überlegte Riekel bereits einmal, bei Twitter durchzustarten.

Tom Junkersdorf (tomjunkersdorf)

Closer will so nah wie möglich ran an die Stars, Sternchen und VIPs. Es gibt wohl kein Medium, dass diesen Anspruch besser einlöst, als Twitter. Doch noch sucht man den Blattmacher dort vergeblich. „Einspruch“ dürfte Junkersdorf jetzt laut rufen. „Ich bin doch bei Twitter“. Das ist richtig. Allerdings noch als Bravo-Chefredakteur. Der letzte Tweet ist aus dem März 2011. 

Kurt Kister
Kurt Kister steht der wohl meinungsstärksten Redaktion dieser Republik vor – der der Süddeutschen Zeitung. Ein aktives 140-Zeichen-Leben könnte die aktuellen Diskussion sicherlich noch erheblich befruchten.

Günther Jauch
Er moderiert nicht nur die wichtigste Talkshow im deutschen Fernsehen, sondern ist auf den Bildschirmen dieser Republik gefühlt omnipräsent. Bei Twitter fehlt Jauch allerdings.

Claus Kleber
Seine Einschätzung zum Weltgeschehen interessiert Millionen Deutsche. In Österreich macht Armin Wolf vor, wie man als Nachrichten-Moderator erfolgreich die Möglichkeiten des Kurznachrichten-Dienstes nutzen kann. Der Nutzername ClausKleber ist bei Twitter bereits vergeben. Wer sich hinter dem leeren Profil versteckt? Unklar.

Rüdiger Ditz
Es sieht so aus, als ob der Chefredakteur des wichtigsten Online-Mediums Deutschlands immerhin ein Twitter-Account hat. 0 Tweets, 0 Follower und 0 Followings lassen allerdings nur den Schluss zu, dass Rüdiger Ditz eines der wichtigsten Nachrichtenmedien der Web-Welt gepflegt zu ignorieren scheint.

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