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Spiegel-Titel erstmals in zwei Sprachen

Premiere an der Ericusspitze: Am Montag erscheint der Spiegel erstmals mit einer Titelgeschichte in deutscher und türkischer Sprache. Aufmacher-Thema der Ausgabe sind die aktuellen Proteste in der Türkei. Unter der Zeile "Beugt euch nicht / Boyun eğme" will sich das Nachrichtenmagazin mit der neuen Zerrissenheit der Türkei beschäftigen. Der aktuelle Spiegel wird zudem in deutlich erhöhter Auflage auch in der Türkei erscheinen und erstmals dort beworben.

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Nach Meinung der Redaktion stehen sich am Bosporus auf "der einen Seite die Erdogan-Anhänger, konservativ und religiös" und "auf der anderen dieser bunte Haufen von Demonstranten – so bunt, wie es in Deutschland die APO am Anfang war, wie es die Grünen zumindest zur Zeit ihrer Gründung waren" gegenüber.

Mit dem Entschluss, die Titelgeschichte zweisprachig zu drucken, will die Spiegel-Redaktion allerdings nicht zum Ausdruck bringen, dass es ihrer Meinung nach den knapp drei Millionen in Deutschland lebenden Türken an Deutschkenntnissen mangele. "Wir möchten signalisieren: Die Ereignisse in der Türkei gehen alle an – Deutsche, Türken, Europäer. Der Umgang der Regierung Erdogan mit friedlichen Demonstranten in einem europäischen Staat, einem Urlaubsland der Deutschen, einem EU-Beitrittskandidaten, ist beunruhigend; die Drohungen des türkischen Europaministers gegenüber Angela Merkel Ende der vergangenen Woche waren es auch", erklärt der stellvertretende Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. "Wir freuen uns darüber, dass unsere türkischen und türkisch-stämmigen Leser in Deutschland und in der Türkei die Titelgeschichte in einer ihnen vertrauten Sprache lesen können – sowohl auf Deutsch wie auf Türkisch."

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