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„Horizon“: Frontalangriff auf Telekom

Liberty Global bringt sich in Deutschland in Stellung: Im September will der US-Konzern laut einem Handelsblatt-Bericht seine Multimedia-Plattform Horizon starten. Der Kabelkonzern baut eine Plattform auf, die alle Endgeräte eines Nutzers miteinander verbindet – TV und Internet verschmelzen. Liberty-Besitzer John Malone greift mit Horizon vor allem das Entertain-Angebot der Telekom an, aber auch Sky Deutschland sowie die Digitalplattformen von Amazon, Apple und Co.

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In den Niederlanden und der Schweiz gibt es das Angebot Horizon bereits, dort haben rund 200.000 bzw. 50.000 Kunden den Dienst dazugebucht. Abonnieren können den Dienst Kunden des Kabelnetzanbieters Unitymedia, einer Tochter von Liberty, die Internet, Telefon und Kabelfernsehen aus einer Hand anbietet. Das Handelsblatt schätzt, der Dienst werde zusätzlich etwa zehn Euro im Monat kosten. "Wir werden mit Horizon unseren Führungsanspruch gegenüber den Plattformen von Telekom und Apple behaupten", sagte Liberty  Global-Chef Mike Fries der Wirtschaftszeitung. 
Unitymedia plane eine Werbekampagne für Horizon; die Entwicklung liegt bei der Agentur Kemper Trautmann. Schließlich soll, so Deutschlandchef Lutz Schüler, ein "Massenmarkt" erreicht werden. Die Telekom hat es auf drei Millionen Entertain-Kunden bis 2015 abgesehen. Doch die Konkurrenz auch von Internet-Unternehmen ist groß: Apple bietet Filme und Serien via iTunes, Amazon betreibt den Dienst Lovefilm. Die einzelnen TV-Sender bauen ebenfalls jeweils eigene Multimediaplattformen auf.

MEEDIA gehört zur Verlagsgruppe Handelsblatt.

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