Anzeige

Megatrend Wearables als iWatch-Chance

Es erscheint immer noch wie eine Erfindung aus einem Science Fiction-Film: Apples längst mythisch verklärte iWatch. Dass sie aber weit mehr als eine Reißbrett-Vision vom gelangweilten Designern sein könnte, deuteten die Äußerungen von Apple-Chef Tim Cook auf der Digitalkonferenz D11 an. Dort hat Internet-Analystin Mary Meeker nun nachgelegt und Fakten geliefert, warum der Markt für tragbare Computer der Megatrend der nächsten Jahre sein dürfte. Apple sei bestens positioniert.

Anzeige
Anzeige

Es erscheint immer noch wie eine Erfindung aus einem Science Fiction-Film: Apples längst mythisch verklärte iWatch. Dass sie aber weit mehr als eine Reißbrett-Vision von kreativen Designern sein könnte, deuteten die Äußerungen von Apple-Chef Tim Cook auf der Digitalkonferenz D11 an. Dort hat Internet-Analystin Mary Meeker nun nachgelegt und Fakten geliefert, warum der Markt für tragbare Computer der Megatrend der nächsten Jahre sein dürfte. Apple sei bestens positioniert.

Die Kampfansage war nicht zu überhören: "Wir haben Gamechanger in uns", gab Apple-CEO Tim Cook den Zuhörern der Digitalkonferenz D11 mit auf den Weg. An welche Industrie Cook dabei dachte, machte der Apple-Chef durchaus deutlich: Man habe "eine große Vision vom Fernsehmarkt" und ein "sehr großes Interesse" an Boomsegment der tragbaren Computer.
 
Warum diesem Markt tatsächlich die Zukunft gehören soll, machte die renommierte Internet-Analystin Mary Meeker, die seit den 90er Jahren seismografisch die Entwicklung des Webs verfolgt, in ihrer Präsentation auf der D11-Konferenz des Wall Street Journals deutlich.

Enormes Potenzial im "Wearable"-Markt

Bahnbrechende, neue technologische Trends im Bereich der Verbraucherelektronik würden sich um den Faktor 10 verstärken. Aus zehn Millionen Computer-Nutzern Anfang der 80er wurden 100 Millionen Nutzer von internetfähigem PCs Mitte 90er Jahre, während die Marke von einer Milliarde mobilen Internet-Nutzern noch im vergangen Jahrzehnt durchbrochen wurde.

Meekers kühne These: Innerhalb eines Jahrzehnts wird sich die mobile Nutzung auf der nächsten Computer-Generation nochmals verzehnfachen. "Wearables" sagt die frühere Internetaktien-Analystin von Morgan Stanley, die inzwischen beim Wagnisfinanzierer Kleiner Perkins angeheuert hat, nun eine goldene Zukunft voraus: Bis zu 10 Milliarden Geräte könnten bis zum Jahr 2020 verkauft werden, prognostiziert Meeker.

Griff zum Smartphone 150 Mal am Tag

Anzeige

Bestens positioniert für den kommenden Megatrend sieht Meeker entsprechend den Platzhirsch der Gegenwart – iPhone-Hersteller Apple, über dessen vermeintliche iWatch die Gerüchte seit Monaten hochkochen. Eine iWatch wäre der natürliche iPhone-Nachfolger, was nicht zuletzt an der fast identischen Funktionalität liegt.

Enorme 150 Mal greift man am Tag zum Smartphone, rechnet Meeker vor – am häufigsten für Text-Nachrichten (23 Mal), Anrufe (22 Mal), aber dann auch schon um nach der Zeit zu schauen (18 Mal). Musikhören, Spiele, Social Meda und Fotoschießen sind die nächsten meistgenutzen Anwendungen (13 bis acht Mal).    

iWatch-Launch bereits Ende 2014?

Der große Vorteil der Wearables: Die Suche, der Griff zum Smartphone und das Entriegeln fällt weg – die Nutzung ist unmittelbarer, wie auch schon Sergey Brin anmerkte. Wann ein erstes Modell von Apples iWatch auf den Markt bringen könnte, ist unter Branchenexperten umschritten. Der Analyst Ming-Chi Kuo von der Investmentbank KGI Securities rechnet etwa mit eimem Marktstart Ende 2014.

Apple-CEO Tim Cook nahm verfrühten Hoffnungen auf der D11-Konferenz allerdings in gewohnter Manier erstmal Wind aus den Segeln: Man könne ja noch mal darüber auf der D20 sprechen, scherzte Cook – also in neun Jahren. Zunächst in den Fokus rücken dürfte dagegen der Apple-Fernseher, den Analysten fest im nächsten Jahr einkalkuliert haben.

Womit in naher Zukunft bei Apple zu rechnen sein wird, könnte sich schon in zehn Tagen klären: Dann eröffnet die Spannung erwartete Entwicklerkonferenz WWDC, auf der Chefdesigner Jony Ive die nächste Generation des mobilen Betriebssystems iOS vorstellen wird.  

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*