8,33 Mio. sehen irrelevantes Länderspiel

Erstaunlich: Obwohl der Kick der deutschen C-Nationalmannschaft gegen Ecuador unbedeutender nicht hätte sein können, sahen ihn 8,33 Mio. im Ersten - ein starker Marktanteil von 27,9% und der klare Sieg gegen ZDF, RTL & Co. Mithalten konnte mit sehr guten 6,12 Mio. Sehern aber der ZDF-Krimi "Marie Brand und die Dame im Spiel". Auch im jungen Publikum gewann das Länderspiel den Tag. Stärkster Prime-Time-Konkurrent waren hier die ProSieben-Comedyserien.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. Länderspiel fast so stark wie die WM-Qualifikation
Vielleicht liegt es ja an den allmählich aufkeimenden Entzugserscheinungen, unter denen die Fußballfans nach Ende der Bundesliga- und Champions-League-Saison leiden – zumindest war das irrelevante Länderspiel gegen Ecuador mit 8,33 Mio. Zuschauern fast so erfolgreich wie das WM-Qualifikationsspiel in Kasachstan am 22. März, das 8,39 Mio. einschalteten. Und damals ging es immerhin um drei Punkte in der Qualifikation für die WM 2014. An die jüngsten Zahlen der Champions League kam das Länderspiel natürlich nicht heran, das wäre allerdings auch ein Wunder gewesen.

2. "Marie Brand" trotz Fußball noch stärker als vor einer Woche
Der schärfste Konkurrent des Länderspiels war eindeutig der ZDF-Krimi "Marie Brand und die Dame im Spiel". 6,12 Mio. sahen den Film ab 20.15 Uhr – ein grandioser Marktanteil von 20,2% und Platz 3 in den Tages-Charts hinter dem Fußball und den Halbzeit-"Tagesthemen" (6,66 Mio.). Die Krimi-Wiederholung aus dem Jahr 2011 war damit sogar noch erfolgreicher als die vor einer Woche. Da sahen mit deutlich schwächerem Konkurrenzprogramm 5,17 Mio. den "Marie Brand"-Krimi.

3. "Christopher Posch Spezial" geht völlig unter
Nicht für eine Fortsetzung empfohlen haben sich die "Christopher Porsch Spezials" in den vergangenen Wochen. Das letzte, "Immer Ärger mit den Geschäftemachern", sahen am Mittwoch nur noch 1,17 Mio. 14- bis 49-Jährige – ein miserabler Marktanteil von 10,6%. Auch "stern TV" wurde mit in die Tiefe gerissen, kam nicht über ebenfalls miese 12,7% hinaus. Dass es nicht nur am Fußball lag, zeigt sich auch darin, dass andere Privatsender wie ProSieben und RTL II durchaus gute Quoten holten. ProSieben schlug "Christopher Posch" beispielsweise mit "How I met your Mother" und der 21.15-Uhr-Folge von "New Girl". Vor allem "How I met your Mother" war mit 1,28 Mio. und 1,38 Mio., bzw. 12,8% und 12,3% erfolgreich.

4. RTL IIs Baby-Abend ein voller Erfolg
Die Doku-Soaps "Teenie-Mütter – Wenn Kinder Kinder kriegen" und "Babys! Kleines Wunder – großes Glück" waren am Mittwoch so erfolgreich wie nie. 950.000 14- bis 49-Jährige hievten um 20.15 Uhr die "Teenie-Mütter" auf starke 8,9%, die "Babys!" kamen im Anschluss mit 1,09 Mio. jungen Zuschauern sogar 9,5% und landeten in den Tages-Charts beispielsweise vor "stern TV". Vox blieb hingegen recht blass, kam mit "Rizzoli & Isles" noch auf solide 7,9%, mit "King" aber nur auf 6,1% und erst mit "Criminal Intent" auf ordentliche 860.000 14- bis 49-Jährige und 8,7%. Bei kabel eins kam "Galaxy Quest" unterdessen auf 6,3%, "Alien – Die Wiedergeburt" um 22.25 Uhr auf tolle 9,5%. Damit lag der Film im Mittwochs-Ranking sogar gleichauf mit dem Sat.1-20.15-Uhr-Film "Julie & Julia", der mit 700.000 und 6,5% ein großer Flop war.

5. 3sat stark mit "Apocalypse Redux"
Auch bei den kleineren Sendern gab es das eine oder andere Programm, das deutlich über den jeweiligen Senderdurchschnitt sprang. Nicht in direkter Konkurrenz zum Fußball gelang das beispielsweise dem Film "Apocalypse Now Redux" auf 3sat: 340.000 sahen ihn ab 22.30 Uhr – ein toller Marktanteil von 2,7%, der deutlich über dem Sender-Normalniveau von 1,0% lag. Bei DMAX überzeugten wieder einmal die "Auction Hunters": 410.000 14- bis 49-Jährige sahen die Folge um 21.45 Uhr – grandiose 3,6%. Im mdr erreichte der 12 Jahre alte "Polizeiruf 110" ab 22.05 Uhr 1,08 Mio. Gesamt-Zuschauer und 4,8%, im NDR Fernsehen "Der XXL-Ostfriese" um 21 Uhr 1,13 Mio. und 3,6%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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