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Rekorde für „Tatort“ & Formel 1, Raab floppt

Nach dem furiosen Champions-League-Rekord am Samstag gab es auch einen Tag später grandiose Einschaltquoten im deutschen Fernsehen. So beförderten 10,23 Mio. den Stuttgart-"Tatort" erstmals über die 10-Mio.-Marke und 7,47 Mio. bescherten dem Monaco-Grand-Prix bei RTL auf die beste Monaco-Zuschauerzahl seit sieben Jahren. Auch im jungen Publikum dominierten der "Tatort" und die Formel 1, mit 3,56 Mio. bzw. 2,76 Mio. 14- bis 49-Jährigen. Ein Desaster war Stefan Raabs "Absolute Mehrheit".

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Stuttgarter "Tatort" erstmals über der 10-Mio.-Marke
Mehr als 9 Mio. Zuschauer erreichten die Ermittler Bootz und Lannert schon des Öfteren, 10 Mio. aber noch nie. Bis jetzt. 10,23 Mio. sahen den Fall "Spiel auf Zeit" – ein weiterer neuer "Tatort"-Rekord. Der Marktanteil lag bei herausragenden 28,4%, die Prime-Time-Konkurrenz hatte nicht den Hauch einer Chance. Am nächsten kam dem Krimi noch der ZDF-Film "Katie Fforde: Harriets Traum", der mit 5,51 Mio. Zuschauern und 15,3% zwar gute Zahlen, aber eben auch nur etwas mehr als die Hälfte des "Tatort"-Publikums erreichte. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam der ARD-Krimi auf 3,56 Mio. und 24,5% – auch das reicht für den klaren Tagessieg.

2. Stärkster Monaco-Grand-Prix seit 2006
Ein deutscher Doppelsieg im vielleicht wichtigsten, spektakulärsten Formel-1-Rennen einer jeden Saison, dem Monaco-Grand-Prix. Kein Wunder, dass es da Top-Quoten gab. Dass aber so viele zusehen wie seit dem Rennen 2006 nicht mehr – damit hatte wohl selbst RTL nicht gerechnet. Mit 7,47 Mio. Fans schoss der Marktanteil auf grandiose 36,3% hinauf – und eben über die Monaco-Zuschauerzahlen der Jahre 2007 bis 2012. Auch bei Sky lag das Rennen über den Vorjahren: 530.000 verfolgten es hier – ein Marktanteil von 2,6%.

3. Stefan Raabs "Absolute Mehrheit" geht unter
Desaster-Quoten gab es am späten Abend hingegen für ProSieben: Stefan Raabs Polittalk "Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen" kam im Gesamtpublikum auf ganze 540.000 Zuschauer und einen katastrophalen Marktanteil von 2,9%. Damit gehörte die Show nicht einmal zu den 150 populärsten TV-Sendungen des Sonntags, hatte zum Beispiel weniger Zuschauer als eine Uralt-Wiederholung von RTLs "Alles Atze" morgens um 9 Uhr. Auch im jungen Publikum fiel die "Absolute Mehrheit" komplett durch: mit nur 420.000 14- bis 49-Jährigen und miesen 5,3%.

4. RTL, ProSieben und Sat.1 in der Prime Time blass
Die Hollywood-Produktionen hatten am Sonntagabend keine große Chance auf die ganz vorderen Plätze – auch im jungen Publikum nicht. Am weitesten oben landete RTLs Free-TV-Premiere "Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln", die mit 1,84 Mio. 14- bis 49-Jährigen auf Platz 5 landete, aber nur bei einem für RTL-Verhältnisse unschönen Marktanteil von 13,0%. Direkt dahinter folgt "Die Legende von Aang" von ProSieben, die mit 1,80 Mio. und 12,7% vergleichsweise erfolgreicher war. Leicht über dem Sender-Mittelmaß landeten auch die Sat.1-Serien "Navy CIS" und "Navy CIS: L.A." – mit 1,52 Mio. und 1,50 Mio., bzw. 10,7% und 10,6%.

5. Champions-League-Rückkehrer machen nicht alle Sender glücklich
Der FC Bayern hatte im Vorfeld schon angekündigt, wegen des anstehenden DFB-Pokal-Finals nicht zu feiern – und die Spieler von Borussia Dortmund erwartete eher Trost als Jubel von ihren Fans. Vorbedingungen, bei denen schon klar war, dass die Rückkehr der beiden Champions-League-Finalisten keine Mega-Quoten erzeugen dürfte. Und so kam es auch – einige Sender können sich aber dennoch freuen. Der größte Sender, der Bilder übertrug, war das ZDF. 1,81 Mio. sahen ab 15.20 Uhr die "Stunde der Sieger" – ein unbefriedigender Marktanteil von 8,6%. "Die Bayern-Story", die man zwischendurch zeigte, war da erfolgreicher – mit 2,74 Mio. und 13,3%. Das Bayerische Fernsehen schaltete sich ab 16.55 Uhr zu – und lockte damit 780.000 Fans, die für einen starken Marktanteil von 3,7% sorgten. Ein 15-minütiges Special zur Ankunft des FC Bayern kam bei N24 nur auf 150.000 Zuschauer und 0,7%. Schließlich Sport1: Dort erreichte der "Doppelpass" um 11 Uhr erst einmal 1,14 Mio. Zuschauer und grandiose 8,2%. Ein "Doppelpass"-Spezial zum Champions-League-Finale erreichte ab 13.05 Uhr noch 940.000 und 5,6%, das zweite Spezial ab 15.55 Uhr – inklusive der Ankunft der Clubs – dann nur noch 210.000 und 1,0%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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