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Die wichtigsten Medien-Fakten zum CL-Finale

Das Warten hat bald ein Ende: Am Samstag um 20.45 Uhr ist Anstoß zum deutsch-deutschen Champions League-Finale in Wembley zwischen dem FC Bayern und dem BVB. Wie für die Teams geht es auch für die Berichterstatter in die heiße Phase. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – und manche Medien haben sogar schon zu Beginn der Woche das Finale eingeläutet. MEEDIA liefert die wichtigsten Medienfakten zum großen Spiel am Samstag.

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Der Ticker tickt: Live-Ticker sind für Online-Medien die beliebteste Art der direkten Berichterstattung über ein laufendes Ereignis. Den "Längsten" hat nach eigenen Angaben die WAZ. Seit Dienstagfrüh um 6 Uhr bis zum Freitagmorgen hat die Online-Redaktion bereits 46 (größtenteils Borussen-)Beiträge getickert. Klar ist: Das Ruhrgebiet bekennt Farbe. Auf der Enthusiasmus-Skala weit oben rangieren die Ruhr Nachrichten. RN-Reporter Oliver Volmerich twitterte ein Bild, das ein schwarz-gelbes, über vier Etagen großes Banner am blau-weißen Verlagshaus in der Dortmunder Innenstadt zeigt. "Ein Team, ein Traum", heißt es dort. 

Doch damit nicht genug. Ihrem Online-Auftritt haben die Ruhr Nachrichten einen Trikotwechsel verpasst. Borussen- statt Final-Ticker. Aber sehen Sie selbst:

Die Erklärer vom Dienst: "Da ist das Ding", titelte die Sport Bild und liefert in der aktuellen Ausgabe über 46 Seiten Lesestoff rund um die Finalisten und den Austragungsort. Die Redakteure erklären, warum das Endspiel ein Hassfinale zu werden droht, verrät, wo der zukünftige Bayern-Trainer Pep Guardiola das Finale gucken wird und berichtet, dass Stürmer-Star Lewandowski nur zu den Bayern will. Auch der Focus hat die Finalwoche zum Aufmacher gemacht. "Weißwurst gegen Currywurst. Kohle gegen Pott", schreibt Chefredakteur Jörg Quoos im Editorial. Der Focus findet den kulturellen Dreher und beschreibt die "zwei Welten", die am Samstag aufeinandertreffen.

TV-Materialschlacht: Für die internationale TV-Übertragung des Finals wird der britische Sender ITV verantwortlich sein. Die beiden deutschen Sender, die das Match übertragen, können sich deshalb aber nicht zurücklehnen. 70 Mitarbeiter stellt der Bezahlsender Sky auf, um aus Wembley zu berichten. Zu den 35 Kameras von ITV, die das Fußballspiel übertragen, berichtet Sky zusätzlich mit acht eigenen Kameras für Interviews vom Spielfeldrand, den Kabinen und dem eigenen Studio vor Ort. Sky-Kunden können das Finale sogar in 3D gucken – acht weitere Spezial-Kameras lässt der Sender dafür am Spielfeld aufstellen. Zum Vergleich: In Wembley 2011, beim Finale Manchester gegen Barcelona (also ohne deutsche Beteiligung), waren nur rund die Hälfte der Mitarbeiter im Einsatz.
Zum Jubel-Finale kündigte der Münchener Sender bereits an, sein Programm zur Vor- und Nachberichterstattung ab Freitag im Live-Stream auf sky.de zu senden. 56 Stunden Material stellt der Pay TV-Sender damit frei empfangbar zur Verfügung. "Die Fußballfans bekommen an diesem Wochenende Sky XXXL präsentiert, die wohl umfangreichste Berichterstattung vom Champions League-Finale im deutschen Fernsehen", verspricht der Sender. Das Spiel selbst wird Sky aber nicht streamen. Zum besonderen Anlass schaltet der Sender aber all seinen Kunden das Spiel frei – auch, wenn sie kein Sky Sports abonniert haben. 30 Sekunden Werbezeit sollen übrigens 23.640 Euro kosten, berichtet das Handelsblatt vom Freitag. 
ZDF-Premiere: Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird auch das ZDF ein Champions League Finale übertragen. Für die Premiere reist der Mainzer Sender mit einem 25-köpfigen Team sowie einem externen Dienstleister an, um dem Gebührenzahler eine umfassende Berichterstattung bieten zu können. Zwar ist das Team offenbar wesentlich kleiner als das der Konkurrenz. Dafür hat das ZDF 13 eigene Kameras vor Ort, die vom Spielfeldrand berichten.
News-Bombardement bei n-tv: "Beim Nachrichtensender n-tv spielt das Jahrhundert-Finale bis Montag eine Hauptrolle im Programm", haben die Kölner angekündigt. Schaut man auf den Programmplan, scheint das noch milde ausgedrückt: Von Donnerstag bis Montag stehen 18 "News-Spezial" auf der Agenda des Nachrichtensenders.
Typologie eines Fußballzuschauers: Wie die Zuschauer eigentlich ticken, für die die Sender den Aufwand betreiben, haben übrigens ebenfalls die Redakteure der WAZ‚>Social Networks brummen: Auch in den Sozialen Netzwerken wird dem großen Finale heftig entgegengefiebert: Unter dem Hashtag #UCLFinal twittern Fans und Medien seit Tagen hin und her. Der Kurznachrichtendienst richtete sogar extra eine Übersichtsseite ein, die die wichtigsten Twitter-Accounts für das Finale auflistet.
Bei Facebook gibt es übrigens bereits einen klaren Gewinner – zumindest was die Fanzahl angeht: Mit 7,1 zu 2,5 Millionen Facebook-Fans schießt der FC Bayern die Konkurrenz aus Dortmund eindeutig ab. Aber: Eine Studie der Uni Braunschweig hat ergeben: Der FCB hat zwar die meisten Fans, der BVB ist aber sehr viel beliebter – in der Markenwahrnehmung gewinnt der BVB mit 70,53 von möglichen 100 Punkten. Die Bayern kommen nur auf 58,84 Punkte.

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