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US-Studie: Deiner Mutter gefällt das

Jugendliche Amerikaner haben ein Problem: Die Präsenz von Eltern in Social Media Diensten nimmt zu. 70 Prozent der Jugendlichen sind laut einer Studie mit Vater oder Mutter auf Facebook befreundet, noch mehr haben Geschwister in ihrer Freundesliste. 30 Prozent haben sogar Trainer oder Lehrer in ihrem digitalen Freundeskreis. Wie Jugendliche damit umgehen, dass Verwandte ebenfalls in sozialen Netzwerken anzutreffen sind, ist unterschiedlich. Einige schauen sich offenbar nach alternativen Plattformen um.

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Von den Befragten in der Studie des Pew Forschungsinstituts geben einige an, ihre Eltern nicht auf Facebook zu adden, obwohl diese dort anzutreffen seien. Andere nutzen die Privatsphären-Einstellungen detailliert. So fand die Studie heraus, dass mitunter Jugendliche ihr Profil so einstellen, dass die Familie nicht alle Informationen einsehen kann. Allerdings: Die Mehrzahl der jungen Nutzer tut dies nicht: 85 Prozent gaben an, dass ihre Eltern die gleichen Inhalte sehen können, wie andere Facebook-Freunde auch.
Insgesamt scheinen sich die Jugendlichen in Sachen Privatsphären-Einstellungen aber fit zu fühlen. Über die Hälfte, 56 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, findet es überhaupt nicht schwierig, die Privatsphäre-Einstellungen vorzunehmen, 33 Prozent finden es "nicht zu schwierig". Nur neun Prozent sehen Probleme in diesem Punkt. 
Die Wahrscheinlichkeit, ältere Verwandtschaft in Netzwerken anzutreffen, ist in den letzten Jahren rapide gestiegen: Im Hinblick auf Social Networking scheint bei Minderjährigen ab 13 Jahren der Gipfel erreicht. Gerade mal um 1 Prozent auf insgesamt 81 Prozent stieg die Zahl derjenigen, die angeben, hier vertreten zu sein, während der Wert bei den älteren Befragten von 64 Prozent auf 67 Prozent anstieg. Doch auch hier zeichnet sich eine Sättigung ab. Das starke Wachstum der Vorjahre setzte sich nicht fort. 2008 gaben noch nur 29 Prozent der Personen über 18 an, in Social Media Netzwerken, also vor allem Facebook, vertreten zu sein. 
Einige Jugendliche schauen sich deshalb offenbar nach Alternativen zu Facebook um. Eine davon kann Twitter sein, denn obwohl auch hier die Zahl der erwachsenen Nutzer – gemeint sind alle Personen über 18 Jahren – ansteigt, ist die Wachstumsrate bei den Jüngeren noch höher. Gaben 2011 noch 16 Prozent der Jugendlichen an, Twitter zu verwenden, waren es im vergangenen Jahr 24 Prozent. Bei den Erwachsenen stieg der Wert von 12 auf 16 Prozent.
Dass jüngere Amerikaner auf Twitter jedoch wirklich "sicher" vor ihren Eltern sind, darf bezweifelt werden, immerhin sind nach Grundeinstellungen zunächst einmal alle Posts auf Twitter öffentlich. Eltern brauchen also nicht einmal einen Account, um die Informationen einzusehen. 64 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an,  ihre Tweets seien öffentlich, während 24 Prozent diese auf privat gestellt haben. Ganze 12 Prozent gaben an, nicht zu wissen, ob ihre Tweets privat oder öffentlich sind. 
Soziale Netzwerke würden vor allem von Mädchen dominiert, heißt es in der Studie. Während 84 Prozent der weiblichen Jugendlichen zwischen 12 und 17 angeben, eine social networking Seite zu nutzen, sind es nur 79 Prozent der männlichen Teens. Noch deutlicher der Unterschied bei Twitter: 31 Prozent der Mädchen und 19 Prozent der Jungs bezeichnen sich als Nutzer. 
Die ganze Studie finden Sie hier (Englisch).

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