Wie die Engländer “Kloppo” lieben lernen

Im Vorfeld des Champions League Finales Bayern gegen Dortmund am Samstag in London hat der britische Guardian Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zum Interview getroffen. Das Ergebnis ist Kloppo pur - Fußball-Weisheiten, Gags, Persönliches und ein paar Spitzen gegen die Bayern. Das kommt an bei den Engländern: Das Kloppo-Stück ist beim Guardian im Web zeitweise der meist gelesene Artikel. Und in Kommentaren wird Klopp mehr als nur eine Liebeserklärung von englischen Fans gemacht.

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“Best man in football. Ever.” “Der beste Mann im Fußball. Jemals.” Schreibt ein Kommentator unter das Klopp-Stück im Guardian. Ein anderer kommentiert: “How can anyone not like this guy?” “Wie kann irgendjemand diesen Typen nicht mögen?” Weiter: “Klopp. He came. He saw. He conquered.” “Klopp. Er kam. Er sah. Er eroberte.” Und in Bezug auf Klopps Frau Ulla, die ein Kinderbuch über Fußball schrieb (Klopp im Guardian:  "It’s like Harry Potter – but it’s about football. There’s no Harry Potter flying on his fucking stick – just football.") meint ein Guardian Nutzer: “That could be the bit where i fall in love.” Das könnte der Teil sein, bei dem ich mich verliebe.”

Klopp, so scheint es, hat mit diesem Guardian-Interview die Herzen der englischen Fußball-Fans im Sturm erobert. Der Klopp-Text war innerhalb kurzer Zeit meist-gelesener Text des gesamten Guardian-Web-Angebots. Über 400 mal wurde der Text dort kommentiert, über 1.600 mal retweetet und fast 3.500 mal bei Facebook geteilt.

Allerdings gab es auch einen kommerziellen Hintergrund: Klopp gab das Interview im Büro des Borussia-Sponsors und Sportartikel-Herstellers Puma. Für das dazugehörige Foto posierte Klopp im “I love London” T-Shirt von Puma und unter dem Text steht: “Jürgen Klopp is proud to wear PUMA – who are also a partner of Borussia Dortmund”. Fußball ist neben allem Herzblut, das Jürgen Klopp mitbringt, eben doch auch eine Big-Business-Angelegenheit. Und ohne die Werbung hätte es wohl auch kein Interview gegeben. Nach diesem charismatischen Auftritt dürfte aber auch klar sein, welchem deutschen Klub die Engländer beim Finalspiel am Samstag im Wembley-Stadion die Daumen drücken…

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