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Die Schnäppchen-Fantasien von Groupon

Große Worte von Ted Leonsis: Groupon könne Umsätze in Höhe von 100 Milliarden Dollar pro Jahr erzielen, glaubt der aktuelle Interims-CEO des schwer abgestürzten einstigen Internet-Überfliegers. Aktuell erlöst Groupon gerade mal 2,5 Milliarden Dollar. Das extrem ambitionierte Vorhaben steht also im krassen Gegensatz zur Realität: Die Umsatzzuwächse liegen nur noch im einstelligen Bereich, während das internationale Geschäft erodiert. Gestern erst wurden 100 Kündigungen am Standort Berlin bekannt.

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Große Worte von Ted Leonsis: Groupon könne Umsätze in Höhe von 100 Milliarden Dollar pro Jahr erzielen,  glaubt der aktuelle Interims-CEO des schwer abgestürzten einstigen Internet-Überfliegers. Aktuell erlöst Groupon gerade mal 2,5 Milliarden Dollar. Das extrem ambitionierte Vorhaben steht also im krassen Gegensatz zur Realität. Die Umsatzzuwächse liegen nur noch im einstelligen Bereich, während das internationale Geschäft erodiert. Gestern erst wurden 100 Kündigungen am Standort Berlin bekannt.

Ambitionierte Ziele in schweren Zeiten: Ein Umsatzpotenzial von nicht weniger als 100 Milliarden Dollar hat Interims-CEO Ted Leonsis, der zusammen mit Mit-Begründer Eric Lefkofsky nach dem Ausscheiden von Andrew Mason Groupon führt, ausgegeben. Die stattliche Summe fiel am Rande eines Besuchs beim Business Insider, bei dem die Groupon-Führung mit dem versammelten Management aufschlug, um Schönwetter zu machen.  

Die Vision, die die neue Groupon-Führung hat, besteht darin, "eine gigantische Mobile-Commerce-Firma zu werden, das lokale Amazon oder eBay", beschreibt Business-Insider-Chefredakteur Henry Blodget das ambitionierte Ziel des Online-Schnäppchen-Portals. Groupon-Nutzer sollen künftig maßgeschneiderte, lokalbasierte Angebote auf ihr Smartphone bekommen, so das Vorhaben.

100 Kündigungen in Berlin

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Aktuell hat Groupon jedoch mit der Realität der Restrukturierung zu kämpfen. Erst gestern wurde bekannt, dass Groupon am Berliner Standort, von dem aus auch das internationale Geschäft geleitet wird, sein komplettes Marketing abwickelt. Bis zu hundert Jobs sollen von diesem Schritt betroffen sein.

Bei den erst vor einer Woche verkündeten Geschäftszahlen fürs erste Quartal konnte Groupon lediglich einen Erlösanstieg um acht Prozent auf 601 Millionen Dollar verkünden. Aufs Jahr hochgerechnet kommt Groupon demnach auf Umsätze von etwa 2,5 Milliarden Dollar. Unterm Strich musste Groupon weiter rote Zahlen ausweisen, obgleich das Minus von 12 auf 4 Millionen Dollar sank.

CEO-Suche könnte sich weiter hinziehen

Gleichfalls ließen Leonsis und Lefkofsky durchblicken, die das immer noch erst viereinhalb Jahre alte Internet-Unternehmen führen, dass sich die Suche nach einem CEO weiter ziehen könne.

Man wolle das Unternehmen weiter formen und dann den passenden CEO finden. Die Vision bestehe bereits. Bleibt die Frage, warum Leonsis und Lefkofsky eigentlich nicht länger bei ihrem Engagement bleiben, wenn sie noch soviel mit Schnäppchenportal vorhaben?

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