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Funke Gruppe baut 45 Anzeigenverkäufer ab

Die Nachricht von der Schließung des Druckereizentrums in Thüringen ist noch nicht richtig verdaut, da legt die Funke-Mediengruppe (früher WAZ-Gruppe ) mit der nächsten Hiobsbotschaft nach. Wie Newsroom.de meldet, will der Essener Konzern jetzt 45 Anzeigenverkäufer abbauen, um ein Neukonzept bei der Vermarktung voranzubringen und eine "flachere Organisationsstruktur" umzusetzen. Mit dieser vierten Entlassungswelle streicht die Funke-Gruppe dieses Jahr bisher bis zu 480 Stellen.

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Die Stellenkürzungen betreffen offenbar die Anzeigenabteilungen der WAZ-Zeitungsgruppe NRW. Die dort verbleibenden Angestellten sollen sich künftig um mehrere Blätter gleichzeitig kümmern und einen "crossmedialen Ansatz" verfolgen, "um effizienter unsere Kunden ansprechen zu können", zitiert newsroom.de ein Schreiben an die Mitarbeiter. Das Denken in Gattungen gehöre der Vergangenheit an. Es sei die "strategisch richtige Antwort" auf "stetig rückläufige Auftragsstückzahlen".
Auch heißt es in dem Schreiben, es müsse nicht zu Kündigungen kommen, wenn die Mitarbeiter freiwillig gingen. "Sollte es jedoch nicht gelingen, bis zum 14. Juni 2013 auf freiwilliger Basis die neue Organisation mit vermindertem Personal umzusetzen, müssen leider betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden."
Die Funke-Mediengruppe ist für ihre rigiden Spar-Programme berüchtigt. Am gestrigen Dienstag wurde bekannt, dass die Gruppe bis Ende des Jahres ihr Druckzentrum im thüringischen Löbichau schließen will, was die dortigen 120 Mitarbeitern ihre Jobs kosten wird. Im März mussten 200 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze räumen und Mitte Januar feuerte der Konzern sogar die gesamte Belegschaft der Westfälischen Rundschau, die aber weiterhin mit zugeliefertem Content, u.a. von der Konkurrenz erscheinent.
Eine offizielle Stellungnahme hat der Konzern bisher noch nicht abgegeben.

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