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No Sex: LinkedIn stoppt Rotlicht-Inhalte

Das boomende Online-Business-Netzwerk LinkedIn schiebt der Selbstdarstellung von Prostituierten einen Riegel vor. Wie das 20 Milliarden Dollar schwere Internet-Unternehmen in seinen neuen Nutzungsbestimmungen mitteilte, laufen Profile, die zur Prostitution oder Escort-Service animieren würden, künftig den Nutzungsbestimmungen zuwider. Dabei sind die bezahlungspflichtigen Dienstleistungen in Europa teilweise legal.

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Der älteste Beruf der Welt hat auch im Internet-Zeitalter einen schweren Stand: So will LinkedIn Sexarbeitern bei der Selbstdarstellung im boomenden Online-Netzwerk künftig einen Riegel vorschieben, wie das Techblog readwrite herausgearbeitet hat. Das geht aus den geänderten Geschäftsbedingungen des Social Media-Überfliegers hervor, der mittlerweile zu den zehn wertvollsten Internet-Unternehmen weltweit zählt.

Unter dem Menüpunkt "Was Sie als Nutzer von LinkedIn tun und was Sie nicht tun dürfen („DOs and DON’Ts“)", führt LinkedIn eine längere Verbotsliste („Unterlassen Sie Folgendes“) auf – darunter auch:"Profile zu erstellen oder Inhalte verfügbar zu machen, die für Escort-Services, Dating-Webseiten oder Prostitution werben, auch wenn dies es an Ihrem Standort gesetzlich zulässig ist".

LinkedIn-Mitglieder können Prostitution-Kenntnisse bestätigen…

Dabei ist Prostitution etwa in Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern bekanntlich legal. Dem extrem erfolgreichen Online-Business-Netzwerk, das gerade erst die 200 Millionen Mitglieder-Grenze durchbrach, ist das offenbar egal – LinkedIn soll offenbar so sauber wie möglich sein.

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Die eigenen Suchalgorithmen und Funktionalitäten der Seite laufen diesem Anspruch unterdessen jedoch zuwider. So ist "Prostitution" weiter eine "Kenntnis" ("skill"), die man selbst in seinem Profil ergänzen oder andere Mitglieder durchaus weiter bestätigen könnten.

Keine Prostitution, aber „Massage Services“

Und wer etwa direkt nach "Prostitution" sucht, kommt unterdessen auf Mitglieder, bei denen das Schlagwort im Profil ("Prostitution Professionals") auftaucht – zumeist mit gegenteiliger Intention (Bekämpfung von Prostitution).

Andere Mitglieder, die sich tatsächlich von einer Akquise via LinkedIn etwas versprechen, umgehen das Schlagwort-Manöver unterdessen geschickt. So bildet readwrite einen durchtrainierten Personal Trainer mit nacktem Oberkörper ab, der auch "Massage Services" anbietet. Der Kreativität bei der Selbstvermarktung der eigenen Fähigkeiten des ältesten Gewerbes der Welt ist also auch bei LinkedIn am Ende weiter keine Grenze gesetzt…

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