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Aktivisten attackieren Abercrombie & Fitch

Mike Jeffries, Chef des US-Modelabels, Abercrombie & Fitch, ist bekannt für seltsame Arbeitsbedingungen und noch kurioseren Vermarktungsstrategien. In einem Interview macht er gerade deutlich, nur schlanke und hübsche Menschen in seinen Läden haben zu wollen. Frauen mit einer Konfektionsgröße über 38 seien unerwünscht. Mit dieser Aussage ist Jeffries womöglich einen Schritt zu weit gegangen. Eine Social-Media Kampagne von Marken-Gegnern versucht nun mithilfe von Obdachlosen das Image der Marke zu ruinieren.

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Dass Abercrombie & Fitch nur Mitarbeiter mit Modelmaßen einstellt, ist kein Geheimnis. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Klamotten der Firma speziell auf dünne Menschen ausgerichtet sind. Nach einer Aussage von Firmenchef Michael Jeffries sind dickere Menschen als Kundschaft auch gar nicht erst erwünscht. Schließlich sollen nur coole und hübsche Kunden mit der Marke identifiziert werden. Eine Aussage, mit der sich der A&F-Boss wahrlich keine Freunde macht.
Einige Gegner der Marke haben sich nun im Social Web zusammen getan und gehen gegen Jeffries und seine Ideale vor. In einem YouTube Video wird die Initiative genauer vorgestellt: Akteure rufen dazu auf ihren Kleiderschrank nach Abercrombie und Fitch Klamotten zu durchsuchen und diese an Obdachlose zu verschenken. Die Macher sprechen hier sogar von einem "Brand Readjustment." Sinn und Zweck dieser Aktion ist das Image der Firma ins lächerliche zu ziehen und Michael Jeffries so eine Lektion zu erteilen. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, werden unter dem Twitter-Hashtag #fitchthehomeless zusätzlich Fotos der Obdachlosen mit ihrer neuen Kleidung verbreitet. .
Die Aktion bezieht sich zudem stark auf eine andere Aussage des Labels. Vor zwei Jahren hieß es, dass man eine Spende an Arme strikt ablehne,weil die Marke nicht den Eindruck erwecken wolle von einer ärmeren Schicht getragen werden zu können. Für derartige Diskriminierungen ist Abercrombie & Fitch bekannt, was das Image der Firma ohnehin schon wackeln lässt.

Spannend wird es sein zu beobachten, ob es der Social-Media-Aktion tatsächlich gelingt, dem Image der Marke zu Schaden oder ob die Aktivisten nicht das genaue Gegenteil erreichen: Die US-Kette wird noch bekannter als Label für schlanke und hippe Menschen. Man kann davon ausgehen, dass es sowieso keine Zielgruppenüberschneidungen zwischen den Aktivisten und den A&F-Käufer gibt. Für diese steigert sich möglicherweise nun noch einmal die Attraktivität der Marke.

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