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Gelingt Groupon die Gewinn-Wende?

Gründer Andrew Mason ist weg – und schon läuft es wieder. So ließe sich die Quartalsbilanz, die Groupon gestern nach Handelsschluss vorlegte, zuspitzen: Das Online-Rabattportal konnte tatsächlich einen operativen Gewinn vermelden und damit die Analystenschätzungen übertreffen. Unterm Strich blieb jedoch ein kleines Minus, während die Umsätze weiter anzogen. Interims-CEO Eric Lefkofsky zeigte sich für den Jahresverlauf optimistisch. Die Wall Street reagierte entsprechend und schickte die Aktie zweistellig nach oben.

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Gründer Andrew Mason ist weg – und schon läuft es wieder. So ließe sich die Quartalsbilanz, die Groupon gestern nach Handelsschluss vorgelegte, zuspitzen: Das Online-Rabattportal konnte tatsächlich einen operativen Gewinn vermelden und damit die Analystenschätzungen übertreffen. Unterm Strich blieb jedoch ein kleines Minus, während die Umsätze weiter anzogen. Interims-CEO Eric Lefkofsky zeigte sich für den Jahresverlauf optimistisch. Die Wall Street reagierte entsprechend und schickte die Aktie zweistellig nach oben.

Um 15 Prozent schossen Groupons Anteilsscheine gestern nach Vorlage der jüngsten Quartalsbilanz in die Höhe. Das Zahlenwerk für das abgelaufene März-Quartal fiel nämlich deutlich besser aus als erwartet. Das Online-Schnäppchenportal konnte statt der prognostizierten 589 Millionen Dollar tatsächlich 601 Millionen Dollar umsetzen, was einem Anstieg von 8 Prozent entsprach.

Der operative Gewinn ging allerdings von 39,6 auf 21 Millionen Dollar zurück. Unterm Strich musste Groupon weiter rote Zahlen ausweisen, obgleich das Minus von 12 auf 4 Millionen Dollar sank. Profitabel arbeitet der einst hoch gewettete Online-Überflieger trotz deutlich zurückgeschraubter Marketingaufwendungen weiter nicht.  

International Geschäft unter Druck – Kundenzahl schrumpft

Interims-CEO  Eric Lefkofsky, der den glücklosen Gründer Andrew Mason Anfang März beerbte, sprach dennoch von hoffnungsvollen Signalen: "Unsere Ergebnisse spornen uns an", gab das vormalige Aufsichtsratsmitglied Analysten in der anschließenden Telefonkonferenz mit auf den Weg.

Damit dürfte Lefkofsky in erster Linie das US-Geschäft gemeint haben, das um eine Million auf 18,2 Millionen Kunden wuchs. International befindet sich Groupon unterdessen mit einer sinkenden Mitgliederzahl auf dem absteigenden Ast.

Groupon-Aktie seit Jahresanfang um 28 Prozent vorne

An der Börse hat das nicht mal fünf Jahre alte Internet-Unternehmen einen Höllenritt hinter sich. Im November 2011 debütierte Groupon noch zu Kursen von 20 Dollar an der Technologiebörse Nasdaq und schoss am ersten Handelstag um mehr als 50 Prozent empor. Zu diesem Zeitpunkt war das hochgehypte Schnäppchenportal an der Börse 20 Milliarden Dollar wert.

Geblieben sind davon bis heute 4 Milliarden Dollar. Dabei zählt Groupon noch zu den erfolgreichsten Internetaktien des Jahres: Seit Januar haben sich die Anteilsscheine um 28 Prozent verteuert.  

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