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Spiegel TV: 25 Jahre bewegte TV-Geschichte

Am 8. Mai 1988 ging die erste „Spiegel TV“-Sendung on air. 25 Jahre und 46.774 Sendeminuten später hat sich das Magazin-Format zu einer TV-Marke bei verschiedenen Sendern und mit diversen Kooperationen entwickelt. Zu den Höhepunkten gehören die Berichterstattung von Georg Mascolo über den Mauerfall im November 1989 und der Beitrag über den Tsunami in Südostasien. Dennoch haben die Geschäftsführer Matthias Schmolz und Dirk Pommer in diesen Tagen einige Sorgen.

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Die Entdeckung eines Kinderheims in Rumänien waren der Beginn einer Erfolgsstory. Die Bilder der „Spiegel TV“-Reportage über die verheerenden Zustände in Chighid waren zunächst einmalig und gingen um die Welt. „Spiegel TV“ gelang es damit, sich schnell einen Namen zu machen.

1.206 Sendungen liefen seit der ersten Ausgabe über die Bildschirme. Moderatorin Maria Gresz, das Gesicht von "Spiegel TV" hat ihre Zuschauer 584 mal begrüßt. Mittlerweile ist aus der Spiegel-Tochter ein kleines TV-Imperium gewachsen. Aus dem „Spiegel TV“-Magazin bei RTL entstand 1990 die Spiegel TV GmbH, die zahlreiche Sendungen bei Sat.1, Vox und RTL produziert. 1994 übernahm Spiegel TV sogar die komplette Vox Nachrichtenproduktion und stieg im gleichen Jahr mit dem Sexmagazin „Wa(h)re Liebe“ ins Unterhaltungsgeschäft ein. So wurde später auch die ZDF-Talkshow „Johannes B. Kerner“ von Spiegel TV produziert.

Auf die stürmische Anfangsphase folgten aber schwierige Zeiten. Der von Spiegel TV und dctp (Development Company for Television Program) im Mai 2001 gegründete Sender XXP war kein langfristiger Erfolg und wurde fünf Jahre später für 52 Millionen Euro an den Discovery Chanel verkauft und durch den Männer-Kanal DMAX ersetzt. Der Plan des damaligen Spiegel- und Spiegel-TV Chefs Stefan Aust, die TV-Firma von den Auftragsproduktionen der Sender unabhängig zu machen, ging nicht auf. 2007 legte er sein Amt als Spiegel-TV Geschäftsführer nieder.

In jüngerer Zeit macht Spiegel TV nicht nur wegen investigativer Reportagen auf sich aufmerksam, sondern auch wegen rückläufiger Umsatzzahlen und Stellenstreichungen. So sank der Umsatz der Produktionsfirma von 52 Mio. Euro in 2009 auf rund 40 Mio. Euro im Jahr 2012. Vor allem der Wegfall von Sendungen „Johannes B. Kerner“ oder „Lanz kocht!“ bedeutete Einschnitte in die Bilanz.

Das „Spiegel TV“-Magazin bei RTL und die „Spiegel TV Reportage“ bei Sat.1 laufen aber nach wie vor. Auftrags – und Koproduktionen in den öffentlich-rechtlichen Sendern sowie die Pay-TV Kanäle Spiegel Geschichte und Spiegel TV Wissen sind weitere Ableger. Bei allen aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten: 25 Jahre Spiegel TV sind aus journalistischer Sicht eine lupenreine Erfolgsstory. Und die Feierlaune ließ man sich in Hamburg auch nicht verderben: Am Montag stieg beim Spiegel Verlag an der Ericusspitze die große Party zu 25 Jahre Spiegel TV. MEEDIA zeigt hier die besten Bilder von der Party.

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