P7S1-Aktie: Sprung auf 12-Jahreshoch

Auch wenn die Freude nur kurz währte: Die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 haben gestern nach Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen eine alte Bestmarke durchbrochen – bei über 30 Euro notierte die P7S1-Aktie zuletzt 2001. Gestern nahmen Anleger im Handelsverlauf allerdings schnell wieder Gewinne mit und schickten das Papier danach ins Minus. Banken geben sich zunehmend skeptischer: Das Potenzial des MDAX-Mitglieds halten Analysten für ausgereizt.

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Auch wenn die Freude nur kurz währte: Die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 haben gestern nach Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen eine alte Bestmarke durchbrochen – bei über 30 Euro notierte die P7S1-Aktie zuletzt 2001. Gestern nahmen Anleger im Handelsverlauf allerdings schnell wieder Gewinne mit und schickten das Papier danach ins Minus. Banken geben sich zunehmend skeptischer: Das Potenzial des MDAX-Mitglieds halten Analysten für ausgereizt.

Es gibt Stoffe, aus denen Börsenträume sind. Bei sage und schreibe 88 Cents notierten die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 vor vier Jahren. Wer sich in jenen Tagen die Aktie ins Portfolio gelegt und bis heute durchgehalten hat, blickt auf einen der bemerkenswertesten Kursaufschwünge der vergangenen Jahrzehnte zurück. Aus weniger als einem Euro wären bis gestern zum Handelsstart mehr als 30 Euro geworden.

Bei Kursen von 31 Euro startete das Münchner Senderkonglomerat gestern nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen in den Handel, ehe Anleger Kasse machten. Ein solches Kursniveau hatte das MDax-Mitglied zuletzt im Februar 2011 gesehen. Allein seit Jahresanfang liegen die Anteilsscheine von P7S1 um 39 Prozent vorne.

Zurückhaltende Analysten: Das leichte Geld scheint gemacht worden zu sein

Damit könnte das Kurspotenzial aber erst mal ausgereizt sein, wenn man Bankeinschätzungen trauen darf. So beließen die Analysten von JP Morgan ihre „neutrale“ Einstufung. In anderen Worten: Das Papier habe im Vergleich zur Benchmark MDax kein weiteres Kurspotenzial.

Commerzbank-Analystin Sonia Rabussier geht sogar weiter und taxiert das Kursziel trotz ihrer Halteempfehlung nur auf 25 Euro – 15 Prozent unter dem gegenwärtigen Kurs. Die UBS bleibt unterdessen bei ihrer Kaufempfehlung, die jedoch bei 30,50 Euro nur marginal über dem aktuellen Kurs liegt. So oder so: Das leichte Geld scheint mit ProSiebenSat.1 bereits gemacht worden zu sein.

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