Springer wird Europäische Aktiengesellschaft

Die Hauptversammlung der Axel Springer AG hat erwartungsgemäß zugestimmt, dass der Medienkonzern in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea/SE) umgewandelt wird. Dadurch soll die europäische und internationale Ausrichtung des Unternehmens erleichtert werden. Gleichzeitig wurde eine Dividende in Vorjahreshöhe von 1,70 Euro pro Aktie beschlossen. Vorstandschef Mathias Döpfner betonte erneut, dass der digitale Umbau des Unternehmens forciert werde.

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Diese Töne hatte Döpfner bereits während der Bilanz-Pressekonferenz angeschlagen. Vor den versammelten Springer-Aktionären sagte er nun: "Wir verfolgen konsequent das Ziel, ein wachstums- und renditestarkes Digitalportfolio in Marktsegmenten aufzubauen, von denen wir etwas verstehen: Inhalteportale, Vermarktung und Rubrikenportale." Aus dem Bieterrennen um die Komplett-Übernahme der Rubrikenportale der Scout24-Gruppe der Telekom ist Springer kürzlich jedoch wegen der zu hohen Preisvorstellungen laut Medienberichten ausgestiegen.

Die Digitalen Medien waren mit über einer Milliarde Euro Umsatz 2012 bereits das größte Segment im Konzern. Wobei der weitaus geringere Teil dieser Umsatz-Milliarde aus originär journalistischen Geschäften stammen dürfte.

Mit der Dividende von 1,70 Euro je Aktie werden insgesamt werden 167,9 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. 2012 erzielte Springer einen operativen Rekordgewinn von 628 Mio. Euro und eine Rendite von 19 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 3 Euro.

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