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RTL gibt Details zum Börsengang bekannt

Die RTL Group hat bei ihrer Hauptversammlung Details zum zweiten Börsengang bekanntgegeben. Die Preisspanne bei den von heute an verkauften Aktien soll zwischen 54 und 62 Euro pro Aktie liegen. Bis zum 29. April soll der Verkauf abgeschlossen sein. Ab dem 30. April wird die Aktie an der Frankfurter Börse gehandelt. Mehr als 27 Mio. RTL-Aktien werden insgesamt angeboten. Am Ende wird Bertelsmann mit mindestens 75 Prozent aber weiterhin alleine das Sagen bei Europas größtem TV-Konzern haben.

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Die beiden RTL-Group CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch würzten den  Börsengang mit einem optimistischen Ausblick auf die erste Quartalsbilanz des Jahres. Die RTL Group erwarte, dass die Erlöse in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegen werden. Der operative Gewinn (EBITA) sei im Vergleich zum Vorjahr im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen, die Zuschauer-Marktanteile leicht gesunken.
Der Börsengang kommt für RTL eigentlich zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt. 2012 stagnierte der operative Gewinn. In vielen Ländern hat RTL Probleme. Starke Rückgänge gibt es in Belgien, Spanien und Ungarn. Die ebenfalls zur RTL-Group gehörende Produktionsfirma FremantleMedia konnte das 1. Quartal vergleichbar zum ersten Quartal des Vorjahres abschließen. In Deutschland zeigen mittlerweile zahlreiche quotenstarke Formate Ermüdungserscheinungen. Der Werbemarkt sei weiterhin eine große Herausforderung, betonte RTL. In Deutschland sei der Werbemarkt aber im einstelligen Prozentbereich gewachsen.
"Die RTL Group hat wiederholt ihre Fähigkeit, langfristiges Wachstum und hohe Geldflüsse zu generieren, unter Beweis gestellt", warben Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch um das Vertrauen der Anleger. Und es hilft ja alles nichts: die Konzernmutter Bertelsmann braucht die Kohle aus dem Börsengang, um ihre weitreichenden Expansionspläne zu finanzieren. So wurde auf der Hauptversammlung auch eine dicke Dividende in Höhe von 1,6 Mrd. Euro durchgewunken, 90 Prozent davon gehen an Bertelsmann. Das ist feines Frischgeld für die Gütersloher und senkt nebenbei noch die Eigenkapitalquote der RTL Group, was Investoren locken soll. Ob die Börse tatsächlich Appetit auf Fernsehen hat, wird sich nun zeigen.

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