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ZDF kontert erneut: ARD-Impuls „zur Kenntnis genommen“

Es wirkt ein bisschen so, als würden ARD und ZDF derzeit nur über Pressemitteilungen miteinander kommunizieren. Die beiden Anstalten kommen jedenfalls nicht auf einen gemeinsamen Nenner in Sachen Digital-Kanäle. Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche nehmen die Mainzer zu den ARD-Digitalkanal-Plänen in Form einer Pressemitteilung Stellung.

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"Das ZDF hat zur Kenntnis genommen, dass der ARD-Vorsitzende den Vorschlag, drei gemeinsame, zielgruppenorientierte Angebot zu schaffen, heute als einen ‚Impuls‘ bezeichnet hat, über den er mit dem ZDF-Intendanten ins Gespräch kommen wolle. Dafür steht das ZDF bereit", heißt es in der jüngsten Stellungnahme des ZDF, die sich auf die ARD-Pressekonferenz am Vormittag bezieht.
Dort hatte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor seine Pläne bekräftigt, die Digitalkanäle von ARD und ZDF zusammenlegen zu wollen um Kosten zu sparen. Auch den geplante Jugendkanal will er mit dem ZDF gemeinsam betreiben und das nicht erst 2017.
Aus Mainz heißt es nun, dem Projekt stehe das ZDF zwar grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber, Voraussetzungen seien jedoch eine klare Beauftragung durch die Bundesländer, eine ausreichende Finanz- und Personalausstattung und eine Öffnung des Telemedienangebots. "Das ZDF hat seinerseits die Anregung gegeben, alternativ über eine einfachere Aufgabenverteilung nachzudenken", ist zu lesen. Danach würde die ARD den Jugendbereich alleine verantworten, wohingegen das ZDF mit den bestehenden Angeboten ZDFneo und ZDFinfo die mittlere Altersgruppen ansprechen würde. 
Nachdem die ARD am Montag mit dem Vorschlag vorpreschte, die Digitalkanäle zusammenzulegen, hatte das ZDF schon einmal per Pressemitteilung reagiert. Darin hieß es, es sei nachvollziehbar, "dass sich die ARD am Erfolg der ZDF Digitalkanäle ZDFneo und ZDFinfo beteiligen möchte", da beide Kanäle höhere Marktanteile erzielten, als die ARD-Digitalkanäle. ARD-Chef Marmor sagte heute in Berlin, dass er dazu keinen Kommentar abgeben wolle.

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