ABZV kritisiert Förderung der Initiative Journalismus NRW

Die Geschäftsführerin des gemeinnützigen Bildungswerkes der Zeitungen (ABZV), Beathe Füth, kritisiert in einem Brief an die Opposition die finanzielle Förderung der Initiative Journalismus Nordrhein-Westfalen durch die Landesregierung. Die Institution bietet seit 2011 kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten für Journalisten. Die Förderung erwecke den Eindruck eines Weiterbildungsnotstandes, erklärt die ABZV-Vorsitzende in dem Schreiben.

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Darin fordert Füth die Opposition auf, "sich dafür zu verwenden, die bewährte Vielfalt journalistischer Bildungsangebote zu erhalten und die gut funktionierende Weiterbildungslandschaft nicht durch steuerfinanzierte und überflüssige Prestigemaßnahmen durchpflügen zu lassen", zitiert newsroom.de aus dem Schreiben. Die Initiative fördere Leistungen, die von privaten Bildungsträgern schon längst angeboten würden.
Auslöser für ihren Brief war ein Studienergebnis des Formatt-Instituts. Gegenüber newsroom.de behauptet der leitende Zeitungsforscher Horst Röper, die vorhandenen Angebote würden aus Kostengründen nicht genutzt, weshalb andere Lösungen gefunden werden müssten.
Die Initiative Lokaljournalismus NRW startete am 1. Dezember 2011 am Institut für Journalistik der TU Dortmund und wurde mit 200.000 Euro vom Land gefördert. Nach einer "erfolgreichen Testphase" werde derzeit nach Möglichkeiten zur Weiterführung des Projekts gesucht, heißt es auf der Homepage.
Seit November vergangenen Jahres steht ein weiteres Vorhaben der rot-grünen Landesregierung zur Erhaltung der Medienvielfalt im Raum. Die geplante Stiftung Vielfalt und Partizipation soll 2014 ihre Arbeit aufnehmen und mit Recherche-Stipendien Journalisten unter die Arme greifen, die in ihren Redaktionen keine Unterstützung finden.
 

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