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„DSDS“: Arbeitet RTL an Schlagerkonzept?

Willkommen in Bohlens Schlagerstadl: Früher wurde bei „DSDS“ ganz klassisch ein Sänger gesucht. Dazu saßen neben Dieter Bohlen teilweise alte und manchmal auch kompetente Leute in der Jury. Doch dann schalteten immer weniger Zuschauer ein. Also reagierte RTL: Die Jury wurde immer jünger, die Soap-Elemente stärker ausgebaut. In diesem Jahr versuchte es der Sender sogar mit einer kleinen Sex-Offensive. Die Folge aller Umbauten: die Quote sinkt beständig. Nächster RTL-Plan könnte eine Schlager-Offensive bei „DSDS“ sein.

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Die Bild berichtet über die Schlager-Pläne von Bohlen und RTL. So abwegig die Idee im ersten Moment klingt, hat sie durchaus auch eine gewisse Plausibilität zu bieten. Immerhin feiert der Schlager gerade ein großes mediales Comeback. Helene Fischer und die von Dieter Bohlen produzierte Andrea Berg beherrschen die Charts. Fischer gilt längst als Quoten-Rakete, die den Zuschauerschnitt jeder Sendung heben kann. Die Bild erwähnt sogar die Möglichkeit, dass Fischer und Berg neben Bohlen in der Jury sitzen könnten.

Auslöser für die Bild-Spekulationen ist ein Bericht im aktuellen Spiegel, in dem der RTL-Unterhaltungsschef Tom Sänger sagt, dass man weitreichende Änderungen am Format plane. Wenn das allerdings angesichts der Lizenzvorgaben nicht möglich sei, erwäge man sogar den Austausch durch eine neue Castingshow. Allerdings: Via Einspielfilme während der Mottoshows sucht der Sender schon fleißig nach neuen Kandidaten für die kommende Staffel.

"Aufgrund des Lebenszyklus des Formates reicht es nach zehn Jahren nicht mehr, an kleinen Rädchen zu drehen", so Sänger gegenüber dem Spiegel. "Wir müssen drastischer sein, am großen Rad drehen." Derzeit führe man Gespräche mit allen Partnern und plane für die kommenden Monate eine Entwicklungsoffensive. Man werde so viel in Sendungen investieren wie lange nicht.  

Das ist auch bitter nötig: Zwar lieferte die Sendung am Samstag die besten Quoten seit drei Monaten. Doch an alte Erfolge kann die Jury um Dieter Bohlen nicht mehr anknüpfen.

Seit Jahren schon hat jede „DSDS“-Staffel seinen Schlager-Teilnehmer. Bislang schaffte es aber keiner von ihnen in die top drei. Das könnte sich in diesem Jahr tatsächlich ändern. Die Schweizerin Beatrice Egli scheint weit oben in der Zuschaugunst zu stehen.

Ob Schlager und Andrea Berg tatsächlich das Publikum anziehen, das RTL als besonders relevante Zielgruppe erachtet, bleibt abzuwarten. Zur Zeit setzten die Kölner mit Tokio Hotel noch voll auf möglichst junge Zuschauer. Zudem scheiterte mit Thomas Gottschalk beim „Supertalent“ im Herbst erst der Plan, neben Bohlen, einen vermeintlichen Garanten für ältere Zuschauer zu installieren.

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