Apple könnte Partnerschaft mit Yahoo vertiefen

Ist es der Beginn einer tieferen Zusammenarbeit? Bisher waren Inhalte des Internet-Pioniers Yahoo in den Wetter- und Börsen-Apps auf iPhone und iPad enthalten, und auch Sprachassistent Siri hat in Fußballfragen auf den Internetdienst zurückgegriffen. Jetzt soll nach Einschätzung des Wall Street Journals mehr folgen. iPhone und das iPad könnten künftig über mehr Yahoo-Inhalte verfügen. Suchergebnisse werden es allerdings wohl nicht sein, da Yahoo noch vertraglich an Microsoft gebunden ist.

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Die Flitterwochen von Marissa Mayer und Yahoo werden zum Dauerzustand. Seit neun Monaten ist die frühere Google-Vorzeige-Managerin nun schon CEO des Internet-Pioniers – und noch immer frisst ihr die Wall Street förmlich aus der Hand. Seit der Übernahme der Amtsgeschäfte legte die Yahoo-Aktie um bemerkenswerte 55 Prozent zu.

Dabei konnte Mayer wie bei den jüngsten Quartalszahlen mit leicht höheren Gewinnen erst leise Turnaround-Signale senden und bekannte selbst: "Wir brauchen jetzt eine Kettenreaktion".

Mehr Inhalte für mobile Suche über Siri?

Die könnte nun in einer vertieften Partnerschaft mit dem wertvollsten Konzern der Welt angestrebt werden – iPhones für alle Mitarbeiter gab es ja schon zum Amtsantritt. Dass Apple und Yahoo zusammenpassen, ist nichts Neues: Seit dem Launch des ersten iPhones 2007 beliefert der Internet-Pionier Nutzer des Apple-Smartphones mit Aktienkursen und Wetterinfos.

Doch Yahoo hat bekanntlich noch mehr zu bieten – das Kerngeschäft der Suche etwa, das schon sporadisch beim Sprachassistent Siri bei den Sportergebnissen zum Einsatz kommt. Das Wall Street Journal berichtet nun, dass die mobile Suche über Siri für iPhone und iPad  entsprechend ausgeweitet werden könnte.

Deal zunächst nicht wahrscheinlich

Ein Deal sei jedoch noch nicht in Reichweite, denn Microsoft würde bei einer Vertragsschließung wohl für Probleme sorgen. Vielmehr scheint es so, als hätte Marissa Mayer gegen weitere PR, die Yahoo ein bisschen interessanter macht, nichts einzuwenden. Bislang kooperiert der Internet-Pionier bei der Suche nämlich sehr eng mit Microsoft und ist infolgedessen noch bis 2019 die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine untersagt.

Da Microsoft und Apple jedoch auf dem Markt der Smartphones konkurrieren, ist der Einsatz von Bing in Apples Betriebssystemen unwahrscheinlich. Dass sich Apple verstärkt nach neuen Partnern umsieht, um sich besser gegen den großen Rivalen Google zu positionieren, ist indes kein Geheimnis.

Im vergangenen Jahr hatte Apple mit der Einführung des mobilen Betriebssystem iOS 6 bereits Google Maps und die YouTube-App vom Startbildschirm entfernt, für seinen eigenen Kartendienst Maps hat Apple dann aber schwere Kritik einstecken müssen.

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