Twitter-Eklat des Scheichs nach BVB-Sieg

Was für ein Herzschlagfinale: Mit allerletzter Kraft gelang Borussia Dortmund im Viertelfinale der Champions League gestern ein wahres Fußballwunder – zwei Tore in 69 Sekunden. Der glückliche Sieg gegen Malaga geht allerdings auf ein klares Abseitstor zurück, das die Emotionen der spanischen Verlierer komplett zum Überkochen brachte. Der streitbare Finanzier des FC Malaga, Scheich Abdullah bin Nasser al-Thani, sorgte für einen echten Eklat auf Twitter: Er bezichtigte den Schiedsrichter des Rassismus.

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Das Wunder von Dortmund ist perfekt: In der Nachspielzeit drehte der deutsche Meister der vergangenen beiden Bundesliga-Spielzeiten ein fast schon verloren geglaubtes Spiel mit zwei Toren binnen 69 Sekunden. Das entscheidende 3:2 durch Felipe Santana hätte allerdings nie fallen dürfen: Es war gleich doppeltes Abseits.

Den Dortmundern, die das erste Mal seit 16 Jahren wieder Halbfinalluft in Königsklasse schnuppern dürfen, dürfte das herzlich egal sein – schließlich war auch das zwischenzeitliche 1:2-Gegentor aus höchst verdächtiger Situation gefallen. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir waren ja tot", kommentierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ungläubig das Weiterkommen. Auch Sportdirektor Michael Zorc war fast sprachlos: "Es ist schwer, dafür Worte zu finden.“

Scheich twittert sich in Rage: „Das ist nicht Fußball, das ist Rassismus“

Die hatte der Präsident des geschlagenen Gegners indes relativ schnell wiedergefunden. „Ich bin traurig, dass wir so ausscheiden. Ungerecht und rassistisch“, twitterte Scheich Abdullah bin Nasser al-Thani, dem der spanische Erstligist seit 2010 gehört, Minuten nach dem Viertelfinal-KO in der Königsklasse des europäischen Fußballs.

Um dann via des 140-Zeichen-Dienstes erst richtig auszuteilen: „Ich hoffe, dass die UEFA eine Untersuchung einleitet, dass eine spanische Mannschaft so aus dem Wettbewerb genommen wird", twitterte sich Abdullah bin Nasser al-Thani in Rage. Doch damit war immer noch nicht genug. Eine Minute später machte der Scheich für alle 972.000 Follower seinen Standpunkt via Twitter noch einmal ganz klar: „Das ist nicht Fußball, das ist Rassismus – für alle ersichtlich.“

Woran Abdullah bin Nasser al-Thani den Rassismus-Vorwurf gegen den schottischen Schiedsrichter Thompson nun exakt festmacht, erscheint höchst nebulös. Fest steht aber wohl, dass der Scheich seinem Verein damit erneut keinen Gefallen getan hat. Nach nicht gezahlten Gehältern und einer offenen Transfersumme entzog die UEFA Malaga bereits für die nächste Saison die Spielberechtigung für europäische Wertbewerbe.

Der Enttäuschung über die verpasste Chance in dieser Saison ließ auch der frühere Bayern-Verteidiger Martin Demichelis auf Twitter freien Lauf: „Unglaublich, dass fünf Schiedsrichter das nicht sehen", zischte Malagas Verteidiger in Richtung seiner 130.000 Follower und fügte zur Verdeutlichung ein Beweisbild der Abseitsposition bei. „Was für ein RAUB.“

Der BVB ließ dagegen auf seinem offiziellen Twitter-Account verlauten: „Dafür wurde das Spiel erfunden.“ Besser, Scheich Abdullah bin Nasser al-Thani liest diesen Tweet nicht…

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